908.07.1008.07.10|Korbach/ Waldeck|3 Kommentare
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Waldeck-Frankenberg. Bei mehr als der Hälfte ihrer Kontrollen auf Bauernhöfen stellen die Mitarbeiter des Kreis-Veterinäramtes Mängel fest. 244 Bauernhöfe wurden im vergangenen Jahr kontrolliert.

Bei 154 gab es Beanstandungen, allerdings meist kleinerer Art. Die Veterinäre beanstandeten am häufigsten Unterbringung und Fütterung. Das geht aus dem Tierschutzbericht des Kreis-Veterinäramtes hervor.
In einem Fall kam es jedoch zu einer Freiheits- und Geldstrafe. Ein anonymer Hinweis hat dazu geführt, dass man im März auf die Spur eines Tierquälers kam, berichtet Kreis-Pressesprecher Dr. Hartmut Wecker. Noch am gleichen Tag der Anzeige habe es im landwirtschaftlichen Milchviehbetrieb eine Tierschutzkontrolle gegeben.
Bei drei Tieren habe man schwerste Verletzungen festgestellt. Eine Kuh habe massive Verletzungen des Geburtskanals, ein Rind abgescherte Hinterklauen und ein Bulle eingewachsene Verbände gehabt. Die Verletzungen waren sechs Wochen bis vier Monate alt und wurden nicht tierärztlich versorgt, erklärt Wecker. Der Landwirt wurde inzwischen dafür zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung und 1200 Euro verurteilt.
In einem weiteren Fall wurden bei einer Nachkontrolle schwere Mängel bei der Rinderhaltung festgestellt. Beim Landkreis sei man froh, dass derartige Fälle die Ausnahme sind, sagt Wecker. Um Tierquälerei auf die Spur zu kommen, sei man vor allem auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Angesichts der Zahl der Betriebe sei die Menge der beanstandeten Höfe relativ gering, sagt Wecker. A
uch ließen sich die meisten Tierhaltungsmängel schnell beheben. Im Landkreis gibt es 3436 kontrollpflichtige Betriebe. Die Gesamzahl der Tiere beträgt 117.555. Den größten Anteil daran haben Schweine (78.901) sowie Legehennen (29.207).
Von Nicolai Ulbrich
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