Herzhausen. Drei Wochen engagieren sich 16 junge Erwachsene aus acht Nationen mit viel Freude und Tatendrang ehrenamtlich im Nationalpark Kellerwald-Edersee.
Im Rahmen der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd), einer der größten Workcamp-Organisationen Deutschlands, leben sie in der ehemaligen Revierförsterei in Bringhausen. Zwei der Teilnehmerinnen sind als Teamleiterinnen Ansprechpartner für alles Organisatorische. Von Montag bis Freitag arbeiten sie täglich fünf Stunden im Nationalpark.
Durch ihr gemeinsames Engagement für im Umwelt- und Naturschutz, das enge Zusammenleben und die selbst zu organisierende Freizeit lernen sich die jungen Erwachsenen und ihre verschiedenen Kulturen kennen - und natürlich auch das Land und die Region, in der das Workcamp stattfindet.
Die Teilnehmer reisten nicht nur aus Deutschland sondern auch aus der Türkei, Spanien, Frankreich, Russland, Weißrussland, Italien und Korea an. Zu Beginn ihrer Projektzeit wurden die Freiwilligen von Nationalparkförsterin Mareike Schulze und den Rangern Torsten Daume, Volker Nagel und Sven Polchow auf einer Exkursion in die Nationalparkphilosophie und die Besonderheiten des hessischen Großschutzgebietes eingeführt. Beispielsweise erfuhren sie, dass auf fast 90 Prozent der Nationalparkfläche das Motto „Natur Natur sein“ gilt und die Nationalparkverwaltung lediglich auf den verbleibenden zehn Prozent noch eingreift. Spuren menschlicher Einflüsse sollen weitgehend entfernt werden. Und genau dabei helfen die hochmotivierten jungen Erwachsenen seit über zwei Wochen. Gemeinsam mit Nationalpark-Rangern arbeiten jeweils vierzehn von ihnen tatkräftig mit- die zwei übrigen Gruppenmitglieder leisten den Putz- und Kochdienst, der täglich gewechselt wird.
Gatter entfernt
An der Stubbenkippe unterhalb des Hochspeicherbeckens entfernten die Teilnehmer Schutzvorrichtungen von einzelnen Kastanien und Obstbäumen. Inzwischen sind die jungen Bäume groß geworden und benötigen keine Schutzmaßnahmen mehr.
Innerhalb von zwei Arbeitstagen haben die ijgd-Mitglieder ein 350 Meter langes Reststück des Außengatters aus den Zeiten des Wildschutzgebietes abgebaut. Nun gibt es zwischen der Banfebucht und der Wooghölle, die zu den als Unesco-Weltnaturerbe anerkannten Flächen im Nationalpark gehört, keine vom Menschen erbauten Elemente mehr. Mareike Schulze freut sich über die Unterstützung: „Alle Teilnehmer sind hochmotiviert.“ Die Projektzeit von insgesamt drei Wochen endet am Samstag. (may)



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