Waldeck-Frankenberg. Eine Versuchsanlage zur Speicherung von Stromenergie aus Windkraftanlagen will die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) in den Landkreis holen.
Derzeit verhandelt der regionale Energieversorger mit einer Investorengruppe aus der Schweiz über den Bau dieser Anlage in Waldeck-Frankenberg. Im Wirtschaftsplan der EWF steht für dieses Projekt eine Million Euro bereit. Mit einer Entscheidung sei bis zum Sommer zu rechnen, hofft EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller.
Wie kann man überschüssigen Strom aus Windkraft- und Solaranlagen speichern, um die Energie dann zu nutzen, wenn sie benötigt wird? Das ist eine der großen ungelösten Fragen im Zusammenhang mit der Energiewende – denn leistungsfähige Batterien dafür gibt es bislang nicht. Eine Lösung könnte das Anfang des vergangenen Jahrhunderts entwickelte Fischer-Tropsch-Verfahren sein, mit dem Energie aus Strom in flüssigen Kraftstoff umgewandelt werden kann.
Schon jetzt würden die im EWF-Gebiet installierten Anlagen der erneuerbaren Energien mehr Strom produzieren, als zu Spitzenzeiten verbraucht wird. Mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung werde die Frage der Speicherung eine immer drängendere, sagt Schaller.
Wie das Fischer-Tropsch-Verfahren funktioniert und was sich EWF davon verspricht, lesen Sie in der gedruckten HNA Waldeckische und Frankenberger Allgemeine vom Donnerstag.
Von Ingo Happel-Emrich



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