Sommer, Sonne, Strand und Meer: Während die Temperaturen draußen zwischen Kühlschrank und Gefrierfach schwanken, ist bei RTL der Sommer zurück.
Braun gebrannt hüpfen die Teilnehmer der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS, Samstag, 20.15 Uhr) derzeit zweimal wöchentlich über die Bildschirme – denn die Recall-Phase wurde im November auf den Malediven gedreht. Unter den Teilnehmern: Lucas Mohr aus Vellmar.
Dass der 16-Jährige einmal bei DSDS mitmachen würde, war irgendwie programmiert. „Meine drei Schwestern waren alle schon mal da, haben es aber nicht weit geschafft“, erzählt er. Für den kleinen Bruder lief es besser: Zunächst überzeugte er im Vorcasting, dann vor den Juroren Dieter Bohlen, Natalie Horler und Bruce Darnell und schließlich auch in der ersten Recall-Runde in Köln.
Mit 35 weiteren Kandidaten ging es anschließend auf die Malediven. In der Schule sei er für die neun Drehtage beurlaubt worden, berichtet der Elftklässler. „Das war kein Problem, der Rektor meinte, dass man manche Chancen im Leben einfach nutzen muss.“
An seine erste Reise ohne Eltern hat Lucas gute Erinnerungen – auch wenn sie nicht wirklich einem erholsamen Strandurlaub glich. „Man muss sich bewusst sein, dass DSDS eine Entertainment-Show ist“, sagt der 16-Jährige. „Freizeit war da schon Mangelware.“ Neben Proben und Auftritten sowie den Drehs für die Show an sich waren auch Interviews oder Beiträge für TV-Magazine und Zeitschriften an der Tagesordnung. An den ganzen Trubel habe er sich aber schnell gewöhnt, erzählt er und erinnert sich im Nachhinein gern an die Zeit. „Das ist ein Erlebnis, bei dem man tolle Menschen kennenlernt. Mit vielen stehe ich immer noch in Kontakt.“
Nach einigen Wochen Pause wird es für die letzten 15 Kandidaten nun bald in den Liveshows ernst. Ob Lucas dabei ist, ist spätestens nach der letzten Recall-Ausstrahlung am 22. Februar klar.
Sollte sein DSDS-Weg dann enden, wäre das für ihn kein Weltuntergang – zumindest lässt das die Antwort auf die Frage nach seiner Zukunft vermuten: „Schule beenden, studieren – vielleicht Maschinenbau. Mir ist es wichtig, erst mal etwas Festes zu haben, auf das man dann immer zurückgreifen kann.“
Dass Musik dennoch immer ein Thema bleiben wird, ist er sich sicher. Gemeinsam mit seiner Schwester Julia tritt er seit einiger Zeit als Duo „GimmeMohr“ in der Region auf – trotz DSDS soll das kein Ende haben. Möglicherweise könne die Show sogar helfen, meint Lucas. „Auf meiner öffentlichen Facebook-Seite zum Beispiel hatte ich am Wochenende noch 600 Freunde, inzwischen sind es mehr als 2000. Vielleicht kann ich die Aufmerksamkeit jetzt nutzen.“
Von Kristina Marth



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