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Erlesene Harmonien und sprudelnde Einfälle

Von Romantik verwöhnt: Ein schönes Kammerkonzert im Opernfoyer - mal wehmütig, mal ausgelassen

Erlesene Harmonien und sprudelnde Einfälle

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KASSEL. Sechs Musiker aus vier Städten kündigte Konzertdramaturgin Gina Schwarzmaier beim jüngsten Kammerkonzert des Staatstheaters an. Doch nicht nur deshalb war es ein bemerkenswerter Abend im Opernfoyer. Man wurde von romantischen Stimmungen verwöhnt - und einem brillanten Klavierspiel.

Schwelgen im Klang: Roglit Ishay (Klavier), Katharina Triendl, Susanne Jablonski (Violinen), Christiane Bassek (Mezzosopran), Immo Schaar (Viola), Katarina Malzew (Violoncello). Foto: Schachtschneider

Schwelgen im Klang: Roglit Ishay (Klavier), Katharina Triendl, Susanne Jablonski (Violinen), Christiane Bassek (Mezzosopran), Immo Schaar (Viola), Katarina Malzew (Violoncello). Foto: Schachtschneider

Mit einem verhangenen Adagio der Komponistin Rebecca Clarke eröffneten Katharina Triendl, Susanne Jablonski (Violine), Immo Schaar (Viola) und Katarina Malzew (Violoncello) den ersten Teil.

Er wurde noch atmosphärischer mit dem Ausflug nach Frankreich, denn es gab vier Lieder aus Gabriel Faurés „La bonne chanson“ und das „Chanson perpétuelle“ von Ernest Chausson. Zu den Streichern kamen dabei die an der Musikhochschule Freiburg lehrende Pianistin Roglit Ishay und die Mezzosopranistin Christiane Bassek, die das Kasseler Publikum als 3. Dame in Mozarts „Zauberflöte“ kennt.

Zu genießen war eine schwelgerische Klangmelange, gekrönt von Basseks warmer Stimme, die über Leichtigkeit wie Kraft verfügt.

Eine hinreißend sentimentale Komposition ist Chaussons Lied, bietet es doch einen unwiderstehlichen Mix aus Liebesleid und erlesenen Harmonien. Zum Abkühlen ging es in Pause, auf die eine böhmische Reise mit Antonín Dvorˇáks großem Klavierquintett A-Dur op. 81 folgte. Musik voll sprudelnder Einfälle, mal wehmütig, mal ausgelassen.

Roglit Ishay sorgte in der einnehmenden Wiedergabe für besonderen Glanz. Beeindruckend ihre Anschlagskultur. Die 110 Zuhörer bedachten alle Musiker des Konzertabends mit langem Beifall und bekamen Dvorˇáks wirbelnden „Furiant“-Satz als Zugabe.

Von Georg Pepl

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