Kasseler Formationen Pure Melange und Entre Nous beim Weltmusikfestival

Kasseler Formationen Pure Melange und Entre Nous beim Weltmusikfestival

714.04.1114.04.11|Kultur|
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Kassel. Frankreich ist das Thema des Kasseler Weltmusik-Festivals. Was passt da besser als Chansons voller Melancholie und Musik, die den Nacken streichelt? Am Mittwoch beim Doppelkonzert im ausverkauften Kulturzentrum Schlachthof gab es vom Duo Entre Nous und dem Trio Pure Melange reichlich davon.

© Malmus

Zwei Gruppen auf einem Bild: Thorsten Seydler (hinten von links, von Entre Nous), Horst Mengel, Diego Jascalevich und Welf Kerner von Pure Melange und (vorn) die Sängerin Ghislaines Seydler von Entre Nous.

Beginnen wir mit der Formation, die nach der Pause spielte: Pure Melange. Und damit mit dem lautesten Applaus, das ein Stück an diesem Abend bekam. Wie gesagt, der Länderschwerpunkt des Festivals liegt auf Frankreich. Doch Jubel und Donnerapplaus gab es für ein Stück namens „Kassel“. Als Akkordeonspieler und Sänger Welf Kerner zu einem Reggae-Rhythmus „Herkules, Wilhelmshöh’, Aue und der Bugasee“ reimte, gab es kein Halten mehr.

Neben Kassels neuer Mitsing-Hymne wurden aber auch viele musikalische Zärtlichkeiten verteilt. Durch Diego Jascalevich, mit seinen Träumereien auf seiner Charango, durch das gefühlvolle Saxofon- und Akkordeonspiel von Horst Mengel, durch eine von Kerner mit viel Gefühl gesungene Ballade von Astor Piazzolla („Oblivion“) und durch das von Kerner mit herber Schönheit intonierte „Nathalie“ des legendären Gilbert Becaud.

Kerzenstimmung und viel Gefühl brachten zuvor Thorsten Seydler (Keyboard) und die französische Sängerin Ghislaines Seydler als Duo Entres Nous auf die Bühne. Im Gegensatz zu Pure Melange dominiert bei ihnen der Chanson. Und der kommt natürlich am besten in Französisch.

Seydler sang die Stücke mit dem ganzen Schmelz französischer Melancholie, Seydler begleitete sehr einfühlsam. Auf Deutsch erzählte die Sängerin, um was es in den Stücken geht. Meistens natürlich um die Liebe. „Ich brauche keinen Schmuck und kein Haus von dir, sondern nur dich“, übersetzte sie und schob augenzwinkernd nach: „Klingt kitschig, ist aber typisch französisch.“ Gar nicht kitschig, sondern einfach wunderbar klangen Stücke wie „Paris“ und das legendäre „Lili Marleen“, ebenfalls in Französisch gesungen. Beiden Formationen sagte das Publikum lautstark „Merci“.

Termine:

Weltmusikfestival Freitag, 21 Uhr (Schlachthof, Mombachstraße 12): Watcha Clan.

Samstag, 20 Uhr (Konzertsaal der Uni, Mönchebergstraße 1): Philippe Huguet.

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