107.06.1007.06.10|Kultur|
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KAssel. „Im Fußball gibt es mehr als volle Stadien und Hipp-Hipp-Hurra“, sagt Boris Mijatovic, der Vorsitzende von Dynamo Windrad. Um das zu unterstreichen, hat der Verein zusammen mit der Kasseler Galerie Caricatura ein Festival in den Kulturbahnhof geholt, das sich dem Fußball aus anderer Perspektive nähert.

Leidenschaft für den Fußball: Boris Mijatovic (von links) von Dynamo Windrad, Saskia Wagner von der Caricatura und Christoph Gabler, Organisator des Festivals, mit Bulldoggen-Figur. Foto: Fraschke
„11mm“ heißt das Filmfest, das in Berlin seit 2004 zu einer Institution geworden ist. Mit britischen Fußballfilmen haben die Macher angefangen, mittlerweile werden jedes Jahr an die 50 Filme gezeigt. Eine Auswahl davon geht vor der Fußball-Weltmeisterschaft auf Deutschlandtour, von Dienstag bis Donnerstag macht sie in Kassel Station.
Der Organisator kommt ebenfalls aus Kassel: Christoph Gabler (34) hat Abitur an der Herderschule gemacht und fühlt sich Dynamo Windrad wie der Caricatura verbunden. Sein Studium beendete er mit einer Arbeit über Anhänger britischer Fußballvereine in Kalkutta.
Heute läuft ab 20 Uhr ein Kurzfilmprogramm, unter anderem mit dem Film „Ese es mi chama“ des Kasselers Héctor Gutiérrez Rodriguez.
Am Mittwoch läuft ab 19 Uhr „Halbzeit“, eine Langzeitdokumentation von Christoph Hübner (siehe unten). Um 21 Uhr beginnt „Fan Demanium“, eine Doku über Fußballfans bei der WM 2006 von dem aus Kassel stammenden Filmemacher und -produzenten Matthias Visser. „The damned United“ erzählt die Geschichte des Trainers von Leeds United (Donnerstag, 19 Uhr), und ab 21 Uhr verehrt der bosnische Kult-Regisseur Emir Kusturica in „Maradona par Kusturica“ sein Idol in einer Dokumentation. (fra)

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