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Das Schlagzeug-Ensemble der Uni, Fotokunst und Lesung in der Alten Brüderkirche

Trommeln und Lauschen

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Kassel. Diesmal gab es Bravos in der Alten Brüderkirche. Kein Wunder, legten doch die jungen Schlagzeuger Jörn Peeck, Lars Kraume und Marcel Quappen eine fulminante Trommelmusik hin. Als letzter Programmpunkt vor dem Beifall der 150 Zuhörer zündete ein Kabinettstück aus dem „Trio per uno“ des zeitgenössischen Komponisten Nebojsa Zivkovic.

Toller Auftritt des Schlagzeug-Ensembles der Kasseler Uni in der Brüderkirche: (von links) Jörn Peeck, Olaf Pyras, Fotograf Christian Schauderna, Lars Kraume und Marcel Quappen. Foto: Schachtschneider

Toller Auftritt des Schlagzeug-Ensembles der Kasseler Uni in der Brüderkirche: (von links) Jörn Peeck, Olaf Pyras, Fotograf Christian Schauderna, Lars Kraume und Marcel Quappen. Foto: Schachtschneider

Das Schlagzeug-Ensemble des Instituts für Musik der Kasseler Uni hatte bei seinem Auftritt im Rahmen der Reihe „Achtmal Alte Brüderkirche“ viel zu bieten. Es verstand sich auch auf Harmonien, diffizile Minimal Music und leise Geräusche.

Jörn Peeck spielte das freundlich getönte Vibrafonsolo „Tiento“ von Nils Rohwer. Ensemble-Leiter Olaf Pyras und Marcel Quappen nahmen sich der „Marimba Phase“ von Steve Reich an. Frappierend, wie die beiden nach den minimalistischen Vertracktheiten den gemeinsamen Schluss setzten.

Aktionen, die zum Lauschen animierten, boten die vier Perkussionisten mit Tonschalen, Reiskörnern und Wasser. Den feinen Groove von Paul Smadbacks „Rhythm Song“ gab es mit Olaf Pyras am Marimbafon. Eine Überraschung brachte der unter anderem mit Vibrafonen besetzte Satz aus Nebojsa Zivkovics „Trio per uno“. Denn da waren die Musiker unsichtbar fürs Publikum hinter einer Fotowand platziert.

Die Fotos stammten von Christian Schauderna und zeigten in atmosphärischen Bildern die „Rainbow Family“, eine ökologisch bewegte, egalitäre Gemeinschaft. Passend dazu las Pfarrerin Gabriele Heppe-Knoche, die Leiterin des evangelischen Forums Kassel, aus dem Roman „Der Geschichtenerzähler“ des peruanischen Nobelpreisträgers Mario Vargas Llosa. Es ist die Geschichte einer Faszination für das Volk der Machiguenga im Regenwaldgebiet Perus.

Von Georg Pepl

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