Musical: Umjubelte „Evita“ am Kasseler Staatstheater

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    • 27.01.13
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Musical: Umjubelte „Evita“ am Kasseler Staatstheater

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Kassel. Eine argentinische Kneipe im Jahr 2012. Buntes Treiben samt einer Überraschung: Der Erste Kapellmeister des Staatstheaters Kassel, Yoel Gamzou, sitzt mit einem Musiker an einem Tisch. Ein martialisch aufgemachter Kneipenbesucher betrinkt sich derweil.

Es gibt viel zu entdecken auf der Bühne: Julia Klotz als Evita (Zweite von rechts) mit Henrik Wager (Che) sowie den Tänzern (von links) Wencke Kriemer de Matos, Laura Ramos Santana, David Bauer und Viktor I. Usov. Fotos: Klinger

© Foto: Klinger

Es gibt viel zu entdecken auf der Bühne: Julia Klotz als Evita (Zweite von rechts) mit Henrik Wager (Che) sowie den Tänzern (von links) Wencke Kriemer de Matos, Laura Ramos Santana, David Bauer und Viktor I. Usov.

Es ist Che (Henrik Wager), der im Rausch von Eva Perón fantasiert. Darauf eilt Gamzou in den Orchestergraben - und das Musical beginnt.

Einen gewitzten Rahmen hat sich der Schweizer Regisseur Tom Ryser für seine turbulente, vielfach ironisch gebrochene und erfrischend freche Kasseler „Evita“-Inszenierung einfallen lassen. Er erzählt das Stück als magische Zeitreise ganz aus der Kneipensituation.

Rund hundert Mitwirkende – Solisten, Statisten, der Opernchor, der Jugendchor Cantamus sowie zwei Tänzerinnen und zwei Tänzer – tummeln sich auf der von Silvia Merlo und Ulf Stengl entworfenen Bühne. Che erwählt eine Kellnerin (Julia Klotz): Eva, die künftige Legende, die Traumspenderin. Das Programmheft zitiert die Zürcher Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen: „Sie arbeitet an sich als Kunstfigur, um durch die Verwandlung das narzisstische Begehren des Publikums zu wecken.“

Bald kommt Evas erster Lover im glitzernden Goldsakko nach vorn: Christian Alexander Müller als Tangosänger Agustín Magaldi ein schleimiger Charmeur wie aus dem Bilderbuch. Evas Liebhaber stehen Schlange, bis die junge Dame auf Oberst Juan Perón (würdevoll mit tiefer Stimme: Bernhard Modes) trifft.

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