Göttingen. Nach dem Polizei-Einsatz an der Universität Göttingen während einer Protestveranstaltung von linken Gruppen erwägen mindestens neun Demonstranten, Polizeibeamte wegen Körperverletzung anzuzeigen.
Eine Anwältin habe Videos und Augenzeugenberichte ausgewertet und die Anzeigen angekündigt, teilte der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) am Donnerstag mit. Die Studentenvertretung will das Vorgehen der Demonstranten unterstützen.
Bei einem Auftritt von Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) war es am Dienstag zu Auseinandersetzungen zwischen linken Demonstranten und der Polizei gekommen. Laut Polizei wurden sechs Polizisten verletzt. Auch mehrere Demonstranten wurden verletzt. Offizielle Zahlen gibt es dazu nicht. Mindestens zwei Demonstranten suchten die Notaufnahme des Klinikums auf.
Der konservative Studentenverbund RCDS, der Schünemann eingeladen hatte, verurteilte am Donnerstag das Vorgehen der Demonstranten. Gerade an einer Universität sollte Meinungsfreiheit hochgehalten werden, sagte ein Sprecher. Dies hätten „diverse politisch linksgerichtete Personen“ nicht erkannt. Unterstützung erhielten die Demonstranten von dem freien Studentenverband fzs. „Wenn der niedersächsische Innenminister an der Universität Göttingen offensichtlich nicht erwünscht ist, sollte er das akzeptieren“, erklärte ein Sprecher. (coe)



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