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Göttingen. Drei Monate nach der Bombenexplosion mit drei Toten hat der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) den Göttinger Schützenplatz besucht. Dort entsteht momentan die neue Sportarena.

Baustelle besichtigt: Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (von links), Holger Welskop, Fritz Güntzler, Uwe Schünemann und Architektin Susanne Fley auf dem Gelände der Sportarena. Foto: Schröter
Dabei war das Unglück, bei dem Anfang Juni eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg explodierte, am Mittwoch kein Thema mehr: „Dies ist ein Projekt mit absolutem Vorzeigecharakter“, sagt Schünemann über die neue Sportarena. Er war auf Einladung des Göttinger Landtagsabgeordneten Fritz Güntzler (CDU) nach Göttingen gekommen.
„Für die Region Göttingen ist es ganz wichtig, eine Veranstaltungshalle zu haben, die mehr als 3000 Zuschauern Platz bietet“, meinte Schünemann mit Blick auf die spätere Nutzung des modernen Sporthallenkomplexes. Die neue Arena ist nämlich bewusst so geplant, dass dort nach seiner Fertigstellung im März kommenden Jahres nicht nur Schulsport (die Halle wird vom angrenzenden Otto-Hahn-Gymnasium genutzt werden) und Breitensport stattfinden kann.
Auch die Bundesliga-Basketballer der BG Göttingen könnten dort für ihre Heimspiele ein neues Zuhause finden. Außerdem sind gut besuchte Veranstaltungen wie Tanz-Bundesliga oder Hip Hop-Festivals denkbar.
„Wir bauen die Halle aber nicht für die BG Göttingen oder anderen Profisport, sondern wollen diesen dort möglich machen“, betonte Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GoeSF), die die Sportarena in Auftrag gegeben hat. Allerdings stehe schon jetzt fest, dass die Bundesliga-Basketballer dort ihren Trainingsbetrieb aufnehmen werden „und damit erstmals eine feste Arbeitsstätte haben“.
Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) betonte, dass die neue Sportstätte im Passivhausstandard gebaut wird und nur 20 Prozent der Energie der alten Godehard-Halle verbrauchen wird, die sie ersetzen soll. „Das wird die größte Thermoskanne der Welt“, scherzte der Oberbürgermeister.
„Hier wird etwas für die Umwelt getan und gleichzeitig der Haushalt entlastet“, befand Uwe Schünemann. Daher seien die 2,35 Millionen Euro, mit denen sich das Land Niedersachsen an dem rund 7,5 Millionen Euro teuren Projekt beteiligt, „auch sehr gut angelegt.
Von Per Schröter
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