Göttingen. Ein Hauch von Wasserstadt: Wenn die Stadt Göttingen in den kommenden Monaten die Bereiche entlang des Leinekanals am früheren Stadtbad und am Parkhaus neu gestaltet, entsteht ein Gelände, das das einstige Aschenputteldasein rasch vergessen lassen wird.
Es wird nicht nur Kinder zu kleinen Spielpausen am Wasser einladen, sondern auch mit einer neuen Brücke eine schnelle Verbindung für Fußgänger und Radler zwischen Stumpfebiel, Waageplatz und Bahnhof eröffnen.
Die Pläne werden zusammen mit der Komplettsanierung der Straße Stumpfebiel im Rahmen des City-Umbaus realisiert, sagte Göttingens Stadtbaurat Thomas Dienberg bei einer Bürgerversammlung am Mittwochabend im Neuen Rathaus. Rund 1,1 Millionen Euro sind für die Bauarbeiten veranschlagt.
Stadtbaurat Thomas Dienberg.Nach den Worten der städtischen Planerin Karen Hoffmann hat die Stadt Göttingen folgendes Paket geschnürt: In der westlichen Verlängerung des neuen Platzes, der durch das geplante, rund 14 Millionen Euro teure Quartier Am Leinebogen mit Geschäften, Praxen und Wohnungen auf dem ehemaligen Stadtbadgelände entsteht, wird eine Brücke über den Leinekanal installiert. In ihrem Bereich wird eine breite Treppe zum ausgebaggerten Kanal mit anschließendem Kiesbett platziert, auf deren Uferpodest eine Pause eingelegt werden kann. Außerdem wird der Weg entlang des Kanals zur Reitstallstraße wiederbelebt.
Die Umgestaltung des Stumpfebiels erfolgt analog des Konzepts für die Neugestaltung der City mit einer Dreiteilung des Straßenraumes, wie er bereits in der Lange-Geismar-Straße und der Burgstraße umgesetzt worden ist. Die Fahrbahn wird mit einem aufgehellten Asphaltbelag gestaltet, für die Seiten sind großformatige Natursteinplatten vorgesehen.
Die Bauarbeiten sollen in diesem Jahr begonnen und im kommenden Jahr abgeschlossen werden. In den Sommerferien wird der Stumpfebiel für den Busverkehr gesperrt, um den nördlichen Abschnitt in Höhe des Carré-Einkaufszentrums in Angriff zu nehmen. Der südliche Abschnitt wird, wie auch der südliche Abschnitt der Straße Am Leinekanal, im Jahr 2013 erneuert.
Von Hans-Peter Niesen



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