207.03.1007.03.10|Göttingen|2 Kommentare
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Göttingen. Bereits zum zwölften Mal wurde am Samstag der Göttinger Friedenspreis der Stiftung Dr. Roland Röhl verliehen. Ausgezeichnet wurde die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl für ihre Kampagne „Stoppt das Sterben!“.

Freuten sich über die Würdigung ihrer Kampagne: Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl, Cornelia Rommel und Europareferent Karl Kopp (von links). Foto: Camrath
Über 30 000 Unterschriften hatte sie 2008 gesammelt, um auf die Flüchtlingssituation an den Grenzen der Europäischen Union aufmerksam zu machen. Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) lobte die Arbeit und nannte die Kampagne „ein Zeichen, nicht nachzulassen.“ Die Bilder von kleinen Schiffen, überladen mit armen Menschen, seien Mahnung genug. Stefan Wenzel, Fraktionschef der Grünen im Landtag, verlas die Laudatio seines wegen Krankheit verhinderten Bundestagskollegen Jürgen Trittin. Dieser kritisierte das Verhalten der niedersächsischen Landesregierung bei der Abschiebung von Kosovo-Albanern.
Laut Pro Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt soll das Preisgeld in Höhe von 3000 Euro tunesischen Fischern zugute kommen, die von einem italienischen Gericht verurteilt wurden, weil sie vor drei Jahren 44 Bootsflüchtlinge aus Seenot gerettet hatten.
Von Jörgen Camrath
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