Göttingen. Menschenrechtler haben sich in Göttingen am Mittwochabend vor dem am Gänseliesel vor dem Alten Rathaus auf die Verfolgung von Menschen in Tibet aufmerksam gemacht. Mitglieder der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Göttingen stellten einen Sarg und 17 Grabkerzen auf – für jeden jener Tibeter eine Kerze, die sich in den vergangenen Monaten und Tagen aus Verzweiflung vor der Verfolgung durch das chinesische Regime selbst verbrannt hatten. Die Aktion der GfbV reihte sich ein in Proteste in vielen Städten weltweit – so in Berlin, Stockholm, London, Los Angeles, Tokio und Auckland.
Wie ein Sprecher der GfbV sagte, wolle man auf die Situation in Tibet aufmerksam machen – und darauf, dass dort nach wie vor Menschen unter der Herrschaft der Chinesen in den Tod getrieben oder getötet würden. Erst am Freitag hätten drei Tibeter aus Verzweiflung über die Repression den Freitod gewählt. Geschildert wurde, dass Demonstranten in Tibet von Sicherheitskräften getötet und mehr als 100 Menschen verhaftet worden seien. Bei Razzien würden auch Nonnen und Mönche in Klöstern eingeschüchtert, sie würden auch Gehirnwäschen unterzogen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker setzt sich für die Wahrung der Menschenrechte weltweit ein. (tko)



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