Göttingen. Auf die Plätze, fertig, los! Dutzende Kinder drängten sich am Samstag in der Schlange zur Laufstrecke im Göttinger KaufPark. Alle wollten sich für das Finale der „speed4“-Aktion qualifizieren.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
„Meine Tochter ist sonst eigentlich nicht besonders sportlich“, erzählt die Mutter der sechsjährigen Amelie. Doch Amelie ist schon wieder auf der Rennstrecke. „Das macht Spaß“, strahlt die Erstklässlerin ganz außer Atem. Sie ist die kurze Strecke schon mehrfach gelaufen.
Insgesamt 3500 Kinder aus der Region Südniedersachsen nahmen an den Vorausscheidungen teil. In 21 Grundschulen wurden über 20 000 Läufe absolviert, um die besten Läufer herauszufiltern.
„Weg vom Fernseher, hin zu mehr Bewegung“ ist die Idee der Laufaktion. Die „speed4“-Anlage misst bei jedem Lauf die Gesamtzeit und wertet auch weitere Faktoren wie Wendigkeit und Rücklaufstrecke aus. Das computergestützte Laufmodul reagiert mit einer Lichtschranke auf die Bewegung der Kinder. Beim Start zeigt eine Ampel an, ob das Kind rechts oder links von den Hütchen vorbei laufen muss. So wird neben dem sportlichen Wert auch noch die Reaktionsfähigkeit getestet.
Die „speed4“-Anlagen wurden ursprünglich für das Training in der Fußball-Bundesliga konzipiert. Organisator Frank Stietenroth will mit der Aktion mehr Kinder zum Laufen animieren. Mit Erfolg: „Oft ist der zweite Lauf besser als der erste, die Kinder haben so ein Erfolgserlebnis“, beschreibt Stietenroth die Ergebnisse.
Auch, wer nicht so schnell ist, kann Punkte sammeln und hinterher einen Trostpreis bekommen: „Bei uns gibt es keine Verlierer“, versichert Stietenroth: „Alle bekommen eine Belohnung.“ (yat)



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