201.09.1001.09.10|Göttingen|1 Kommentar
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Göttingen. Weil er Nachbarn und Bekannte mit angeblich erstklassigen Geldanlagen um insgesamt 2,4 Millionen Euro betrogen hat, muss ein Rentner aus dem Landkreis Göttingen für dreieinhalb Jahre hinter Gitter.
Das Landgericht Göttingen verurteilte den 68-Jährigen am Mittwoch wegen Betrugs und Untreue in 23 Fällen.
Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Haft, der Verteidiger eine mildere Strafe verlangt. Der Rentner hatte vor Gericht nach Angaben des Vorsitzenden Richters ein umfassendes Geständnis abgelegt. Für die Opfer ist nichts mehr zu holen. Das Geld sei verzockt oder ausgegeben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der frühere Versicherungsmakler aus dem Göttinger Vorort Herberhausen hatte wohlhabenden Nachbarn und Bekannten, darunter auch Geschäftsleuten und Akademikern, angeblich sichere Geldanlagen mit Renditen von bis zu 50 Prozent empfohlen. Statt das Geld jedoch risikolos anzulegen, hatte er es verspekuliert oder für sich und seine Familie verbraucht.
Die „Kunden“, die ihn zum Teil seit Jahrzehnten kannten, hatten dem Versicherungsmakler fünf- bis sechsstellige Beträge anvertraut. Den größten Schaden erlitt eine ältere Dame, die dem 68-jährigen Mann knapp eine Million Euro überließ. Um die Bekannten in Sicherheit zu wiegen, gab der Angeklagte ihnen Zwischenbescheide über eine angeblich positive Entwicklung der Geldanlagen. Zudem zahlte er wiederholt geringere Summen als vermeintliche Erträge aus. Auf diese Weise brachte er mehrere Opfer dazu, ihm sogar wiederholt größere Summen anzuvertrauen. (dpa)
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