Ebergötzen. Bei Waldarbeiten in der Nähe von Ebergötzen (Landkreis Göttingen) ist am Samstag ein 55-Jähriger gestorben. Er war von einem Baum getroffen worden, den ein anderer Mann gerade gefällt hatte. Ein 61-Jähriger wurde außerdem schwer verletzt.
Nach Angaben der Polizei waren vier Männer im Alter von 67, 61, 55 und 41 Jahren aus Krebeck damit beschäftigt, im Bereich des Forstamtes Bösinghausen Bäume zu Brennholz zu verarbeiten. Der 67-Jährige fällte eine Buche und übersah dabei, dass sich der 55-Jährige und der 61-Jährige noch im Gefahrenbereich aufhielten.
Der 55-Jährige wurde von einem Ast des fallenden Baumes so heftig am Kopf getroffen, dass er starb. Der 61-Jährige wurde schwer verletzt. Er wurde ins Klinikum Göttingen gebracht. Gegen den 67-Jährigen, der die Buche gefällt hatte, wird nun wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.
Die vier Männer hatten vom Forstamt Bösinghausen markierte Bäume zugewiesen bekommen, die sie selbst fällen durften. Voraussetzung dafür ist die Vorlage eines sogenannten Fällscheines, der in einem Kurs erworben werden kann.
Laut Polizei konnten die Männer diesen vorweisen. Vorgeschrieben ist dann auch das Tragen einer Schutzkleidung. Ob die Männer diese Pflicht erfüllten, darüber wollte die Polizei am Sonntagnachmittag noch nichts sagen. Der 61-Jährige, der in das Göttinger Klinikum gebracht wurde, ist außer Lebensgefahr, hat aber schwere Verletzungen, darunter Knochenbrüche, wie ein Polizeisprecher sagte.
Im Bereich Göttingen hatte es bereits am 28. Dezember einen tödlichen Unfall bei der Waldarbeit gegeben. Ein Mann aus Güntersen - ebenfalls ein privater Holzverwerter - war bei der ARbeit im Wald nahe Eberhausen getötet worden. (abg/tko/rpp)
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