Aktion Tier will bei Hundestation am Hopfenberg auch einen Tierheimbetrieb einrichten

Aktion Tier stellte im Ausschuss Pläne für Ex-Tierheim-Gelände am Hopfenberg vor

Bellen bald 300 Hunde am Hopfenberg?

310.03.1010.03.10|Hann. MündenFacebook
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Hann.Münden. Wenn es nach den Wünschen von Aktion Tier geht, könnten in Zukunft 300 bis 400 Hunde auf dem Gelände des ehemaligen Tierheims Hopfenberg unterkommen.

Die bundesweite Tierschutzorganisation, die vor knapp zwei Jahren den Betrieb des Tierheims eingestellt hatte, würde auf dem Grundstück nun gerne eine Beschlagnahmungs- und Auffangstation für Hunde einrichten. Die Pläne erläuterte Manfred Fuchs, Vorstandsmitglied von Aktion Tier, am Mittwoch vor dem Stadtentwicklungsausschuss. Dabei stellte er in Aussicht, dass der geplanten Einrichtung auch wieder ein Tierheimbetrieb angeschlossen werden könnte. A

uch Katzen könnten in einer Größenordnung von 60 bis 80 Tieren aufgenommen werden. Mit der Einrichtung solle eine "Drehscheibe" geschaffen werden, sagte Fuchs: Die Tiere würden in der Station temporär aufgenommen und dann bundesweit an Kooperationspartner von Aktion Tier vermittelt. Auch Tiere aus behördlichen Beschlagnahmungen aus ganz Deutschland wolle man aufnehmen. Oft hätten die Veterinärämter Schwierigkeiten, für solche Tiere Unterbringungsmöglichkeiten zu finden.

Auch wenn man über die Bezahlung für die beschlagnahmten Tiere Einnahmen hätte, werde das Projekt "nicht kostenneutral" für Aktion Tier sein, meinte Fuchs. "Dass es in unser Geld geht, ist klar." Nachfragen gab es zur möglichen Lärmbelastung durch hunderte Hunde. Aktion Tier werde ein Lärmschutzgutachten in Auftrag geben, versprach Fuchs. Allerdings wolle man für das Projekt erst Geld in die Hand nehmen, wenn es zumindest "halbgrünes Licht" von der Stadt gebe.

Denn umgekehrt hatte Norbert Elbrecht, Leiter des Bereichs Stadtentwicklung, deutlich gemacht, dass man ohne planerische Unterlagen und das Schallgutachten, das Projekt nicht prüfen könne. Ob und wie stark die Ortschaft Gimte und die Jugendherberge durch Hundegebell gestört werden könnten, müsse geprüft werden.

Siegfried Pflum, Leiter des Fachdienstes Stadtplanung, hat anhand anderer Gutachten schon einmal überschlagen, dass bei 300 Hunden tagsüber wahrscheinlich keine Grenzwerte überschritten würden. Problematisch würde es nur nachts. Dann allerdings sollen laut Aktion Tier die Hunde, die in Kleingruppen gehalten würden, innerhalb der Gebäude sein.

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