Dortmund/Hann.Münden. Der Mündener Andreas Töpfer (Bild) steht erneut auf dem Siegertreppchen der Deutschen Meisterschaft im Hirscherufen. Zwar gelang es ihm nicht, seinen Sieg vom Vorjahr zu verteidigen, doch wurde er bei der 14. Meisterschaft am Freitag in Dortmund Dritter.
Beim Hirscherufen wird der herbstliche Brunftschrei des Rotwildes mit verschiedenen Instrumenten nachgeahmt. Töpfer wählte für den Wettbewerb eine überdimensionale Muschel. Mit seinen Rufe qualifizierte er sich neben den beiden Erstplatzierten für die Europameisterschaft, die im Sommer in Litauen stattfindet.
Der Wettbewerb fand während der Messe „Jagd & Hund“ in Dortmund statt. Den Sieg errang Tasso Wolzenburg aus Bad Laasphe (NRW), der bereits 2006 Deutscher Meister war und sich diesmal gegen 17 Teilnehmer durchsetzte. Vizemeister wurde Immo Ortlepp aus Wedemark (Niedersachsen). Präsentiert wird der Wettbewerb jährlich von der Zeitschrift „Wild und Hund“, dem führenden Jagdmagazin Europas, und der Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH.
Die Kunst des Hirschrufens übt Andreas Töpfer seit seinem zehnten Lebensjahr. „Ich war mit meinem Vater oft im Wald unterwegs und habe so ein Interesse für die dort lebenden Tiere und ihre Laute entwickelt“, erzählt er.
Als Hirschruf-Instrumente können nicht nur große Muscheln dienen, sondern auch Schneckenhäuser, Ochsenhörner oder ein speziell zum Rufen entwickeltes Kunststoffrohr, das sich wie ein Teleskop auseinanderziehen und zusammenschieben lässt, womit unterschiedliche Töne geformt werden können. (asc)



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