Hann. Münden. Einige Katzenbesitzer am Galgenberg in Münden sind sehr verunsichert. Sie halten es für möglich, dass Katzenfänger unterwegs sind. Stella Kalaitzidou beispielsweise vermisst ihre weiße Kurzhaarkatze Sputnik seit dem 14. Februar.
Es sei noch nie vorgekommen, dass Sputnik länger als einen Tag weg gewesen sei. Die 26-Jährige sorgt sich. Zumal sie von Nachbarn auch nichts Beruhigendes erfahren hat. „In unserer Nachbarschaft ist kürzlich eine Katze auf einem 25 Meter hohen Baum entdeckt worden, eine andere ist mit einem Schlingenabdruck am Hals wieder nach Hause gekommen“, erzählt die junge Frau.
Die Vermutung liege nahe, dass ein Katzenfänger mit einer Schlinge unterwegs war, das Tier aber nicht einfangen konnte. Und das andere Tier sei voller Angst in den Baumwipfel geklettert. „Die muss aber richtig Angst gehabt haben“, sagt Kalaitzidou. Der Kater habe erst von einem Mann mit Kletterausrüstung wieder auf den Boden gebracht werden können.
Über tausend Handzettel haben Stella Kalaitzidou und ihr Freund Philipp Berger bereits bei Anwohnern, Supermärkten und Tierärzten verteilt, auch an öffentlichen Plätzen angebracht. „Bitte sehen Sie auch in Ihrem Keller und in Ihrer Garage nach. Die Katze könnte unbemerkt eingesperrt worden sein“, steht auf den Zetteln geschrieben.
Natürlich, das wissen die beiden, könnte ihr Haustier auch überfahren worden sein. Stella Kalaitzidou habe deswegen bei Polizei und Müllerwerkern nachgefragt, ob in den vergangenen Tagen irgendwo eine tote Katze gefunden worden sei. Aber das war nicht der Fall. Stella Kalaitzidou und Philipp Berger suchen Sputnik auch über den Suchdienst Tasso im Internet. Bislang ohne Erfolg.
Von Axel Welch



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