Hann. Münden. Wer investieren will, braucht Sicherheit, dass sich die Geldausgabe auch rentiert. Die Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) wollen die Weserumschlagstelle zu einem kleinen Hafen ausbauen, müssen aber auf die Entscheidung des Bundestags zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung warten. „Eine Investition steht und fällt mit der Frage, ob die Weser weiterhin für die Güterschifffahrt nutzbar ist“, sagt VHM-Geschäftsführer Werner Pfütz.
Zurzeit klären die VHM mit der Logistikfirma Rhenus, der möglichen Betreiberin, wie der Hafen aussehen muss. Nötig ist ein Portalkran. Der bisher einzige Kunde der Umschlagstelle, die Firma Richter, muss für die Autokräne jedesmal Miete zahlen. Bevor die VHM aber dem Fördermittelgeber, voraussichtlich die N-Bank, einen Businessplan vorlegen können, sind weitere verbindliche Zusagen von Firmen nötig, an der Weserumschlagstelle zu ver- und entladen. Denn nur wenn feststehe, wieviele Firmen Kunden werden, könnten Einnahmen und Kosten des Hafens ermittelt werden, so Pfütz. Und diese Angaben brauchen die VHM, um vom Fördermittelgeber den Businessplan genehmigt zu bekommen und Fördergeld zu erhalten.
Über allem schwebt aber die Frage, ob die Oberweser Wasserstraße bleibt für die Güterschifffahrt. Und: Was wird aus den 190 Arbeitsplätzen des Wasser- und Schifffahrtsamts in Hann. Münden?
Julie Heinl, Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums, teilte mit, mit wieviel Personal die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung künftig tätig sein wird und wie der Verwaltungsaufbau sein wird, könne erst nach Abschluss der Organisationsuntersuchung entschieden werden. Wann das sein wird, bleibt offen. Zur Oberweser sagte sie, die vom Ministerium vorgelegte Netzstruktur sehe den Erhalt der Oberweser als Bundeswasserstraße im Randnetz vor. „Das heißt, die heutige Verkehrsfunktion bleibt erhalten“, so die Sprecherin. (kri) 2. SEITE



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