Kreis Göttingen. Das FFH-Gebiet 170 „Buchenwälder und Kalkmagerrasen zwischen Dransfeld und Hedemünden“ soll ein Landschaftsschutzgebiet werden. Dafür hat sich der Umweltausschuss des Kreises Göttingen mehrheitlich ausgesprochen.
„Die Infoveranstaltungen in Jühnde waren sehr gut, und der Verordnungsentwurf ist das Ergebnis aus den dortigen Diskussionsbeiträgen“, sagte der Ausschussvorsitzende Dr. Martin Worbes (Bündnis 90/Die Grünen). Es sei ganz klar, dass bei derart weit auseinander liegenden Interessen der Waldbesitzer auf der einen und der Naturschutzverbände auf der anderen Seite nur ein Kompromiss herauskommen könne. Worbes betonte jedoch, dass es trotz der Kontroversen bei allen Betroffenen auch Schnittmengen gebe. „Beiden Seiten liegt schließlich ein langfristiger Erhalt und ein guter Zustand der Wälder am Herzen.“ Und alle stimmten auch überein, dass Naturschutz Geld koste. Daher sei es auch schade, dass der Landkreis vom Land allein gelassen werde.
„Wir müssen die Vorgaben umsetzen, bekommen aber nicht die Mittel an die Hand, um dies so zu tun, dass alle damit zufrieden sein können.“ Eine klare Absage an eventuelle Ausweisungen von Naturschutzgebieten (NSG) innerhalb des FFH-Gebietes 170 kam von der SPD-Fraktion. „Wir plädieren ganz klar für Landschaftsschutzgebiete, weil dort im Gegensatz zum Naturschutzgebiet alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist“, sagte Ingrid Möhring. „Und was nützt uns das schönste Naturschutzgebiet, wenn man es nicht mehr betreten kann“, fügte Dr. Thorsten Heinze hinzu. (per)
Den Verordnungsentwurf finden Sie im Internet unter https://secure.openplenum.de/goettingen/startseite.do unter dem Punkt „Sitzungskalender“.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.