Göttingen. Einen kuriosen Geschwindigkeitsverstoß erlebten Beamte der Göttinger Autobahnpolizei, als sie auf an der A 7-Baustelle bei Göttingen-Nord Tempomessungen durchführten.
Ein Motorroller mit italienischen Kennzeichen, reichlich Gepäck und einem kompletten Hirschgeweih vor dem Lenker knatterte mit 86 statt erlaubter 60 km/h in Richtung Süden.
Beim anschließenden Stopp zeigte sich der Rollerfahrer erstaunt, dass sein Gefährt doch so schnell war: Sonst komme er kaum aus dem Windschatten der Brummis heraus. Bereitwillig und einsichtig, so die Autobahnpolizisten, habe der Italiener die geforderten 90 Euro Bußgeld gezahlt und erzählt, er sei vom Nordkap gekommen und sei auf dem Heimweg nach Rom. Das Hirschgeweih habe er während der Urlaubsreise erstanden.
Auch beim Ausfüllen der Formulare bekundete der Mann großes Verständnis für die polizeiliche Maßnahme und gab dann etwas kleinlaut zu, dass er selbst von Beruf Polizist sei, den Carabinieri angehöre und in Italien ebenfalls Tempomessungen durchführe – allerdings mit „anderen Preisen als hier bei Euch in Deutschland“. Nachdem der „Kollege“ sein Geweih etwas ungefährlicher verstaut hatte, verabschiedete er sich mit Handschlag von den deutschen Beamten und knatterte gen Rom davon. (asc)



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