Hann. Münden. Sein aggressives Fahrverhalten auf der Autobahn 7 kommt einen 46-jährigen Berufskraftfahrer aus Münden teuer zu stehen.
Der Lkw-Fahrer muss nicht nur eine Geldstrafe von 600 Euro zahlen, sondern verliert auch für zehn Monate seinen Führerschein. Das entschied das Amtsgericht Seesen.
Laut Gerichtssprecher hatte ein Ehepaar aus Melsungen den Mann angezeigt, weil es sich durch sein Fahrverhalten gefährdet gefühlt hatte. Der Lkw-Fahrer sei auf der Autobahn 7 in Höhe der Abfahrt Rhüden bei schlechten Wetterverhältnissen mit der Lichthupe blinkend dicht auf ihren Pkw aufgefahren. Anschließend habe er sie hupend überholt und sei mit seinem Lkw so knapp wieder vor ihnen eingeschert, dass es zu einem Unfall gekommen wäre, wenn die Pkw-Fahrerin den Wagen nicht stark abgebremst hätte und auf den Standstreifen ausgewichen wäre.
Das Gericht hatte zunächst einen Strafbefehl gegen den 46-Jährigen verhängt. Da dieser Einspruch einlegte, wurde der Fall vor Gericht verhandelt. Ein Sachverständiger stufte die geschilderte Situation als durchaus gefährlich ein. Der 46-Jährige gab an, sich an den Vorfall nicht erinnern zu können. Da auch der Richter keine Zweifel an den Angaben des Ehepaares hatte, nahm der 46-Jährige Einspruch zurück. (pid)



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