Hann. Münden. Der Betrieb Stadtwald hat 2011 einen Überschuss von rund 70.000 Euro erzielt und schreibt damit seit etwa 30 Jahren zum ersten Mal wieder schwarze Zahlen aus einem normalen Geschäftsbetrieb.
„Es war ein Spitzenjahr“, sagt Susanne Hoffmann, Leiterin des Betriebes Stadtwald. Als Gründe nennt sie den guten Holzpreis, höhere Einschlagszahlen und Auswirkungen von Personaleinsparungen in den vergangenen Jahren.
Nach den vorläufigen Berechnungen hatte der Betrieb vor Rückstellungen für Wiederaufforstungen und vor Abzug der Kosten, die dem Betrieb von der Stadtverwaltung für interne Verwaltungsdienstleistungen auferlegt wurden, einen Überschuss von rund 250.000 Euro erzielt. 2010 gab es nach Angaben von Hoffmann ein Minus von 120.000 Euro, 2009, dem Jahr der Finanzkrise und damit verbundenen Einbrüchen auf dem Holzmarkt, ein Minus von 202.000 Euro.
Geld erwirtschaftet der Betrieb nur über seine Waldwirtschaft, letztlich also aus dem Holzverkauf. Im Jahr 2011 lag der Erlös bei 1,2 Millionen Euro. Seit 2007 sei die Waldbewirtschaftung kostendeckend, so Hoffmann. Dabei gelte immer der Grundsatz, dass weniger Bäume geschlagen werden als nachwachsen.
Der Betrieb arbeite also nachhaltig. Demzufolge könnte auch nicht beliebig viel Holz geschlagen werden. Für den Jahresdurchschnitt gilt der Wert von maximal 16.000 Festmeter pro Jahr.
Nur Geld dagegen kostet der Unterhalt von Erholungseinrichtungen im Wald wie Wanderwege, Parkplätze, Schutzhütten und Aussichtspunkten. 2010 wurden dafür 53.000 Euro ausgegeben, im Jahr 2011 rund 55.000 Euro.
Für 2012 rechnet Hoffmann nur noch mit einer „schwarzen Null“. Der zu milde und nasse Winter habe die Waldbewirtschaftung erschwert. Schwere Rückemaschinen hätten nicht eingesetzt werden können, um das Holz aus dem Wald zu holen. Derzeit werde mit Hochdruck in den Wäldern gearbeitet. Hinzu kommt, dass der Betrieb Stadtwald mit höheren Kosten rechnen muss, die ihm von der Stadtverwaltung für die Inanspruchnahme von Verwaltungsleistungen auferlegt werden.
Von Ekkehard Maaß



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