Gillersheim. Nicht auszudenken, was hätte passieren können: In Gillersheim hat es in der Nacht zum Montag in einer Wohnung in der Friedrich-Ebert-Straße, in der sich ein 45 Jahre alter Mann befand, gebrannt. Und ausgerechnet die örtliche Feuerwehr war als letzte vor Ort.
Sie ist bei der Alarmierung schlichtweg vergessen worden. Der Grund dafür ist ein Fehler in der Technik. „So etwas darf einfach nicht passieren“, lautete der Kommentar von Ortsbrandmeister Tomas Schmidt am Morgen danach.
Seiner Kritik schließt sich allerdings Erleichterung an: „Zum Glück ist alles glimpflich ausgegangen“, sagt der Feuerwehrchef des Kuckucksdorfes und meint damit die Rettung des in der Wohnung befindlichen Mannes. Der wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus gebracht.
Aufregung angesichts dieser Panne bei der Alarmierung herrschte gestern bei den Verantwortlichen. Kreisbrandmeister Bernd Kühle hatte sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Fehler zu finden. „Die Recherchen haben ergeben, dass bei der Umstellung auf das digitale System bei 5500 Programmierungs-Eingaben in der Leitstelle eine Null vergessen worden war.“ Genau die hat dazu geführt, dass die Gillersheimer Brandschützer jetzt nicht alarmiert wurden.
Die Brandursache ist bisher unklar. Der 45-Jährige war allein in der Wohnung und wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei geht von einem Schaden von 50.000 Euro aus. Die Feuerwehren Gillersheim, Lindau, Katlenburg und Northeim waren im Einsatz eingesetzt.
Von Hans-J. Oschmann



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