Moringen. Schönheit allein zählt nicht. Wer mit seinem Gefährt bei einer Oldtimer-Rallye punkten will, muss nicht nur ein historisches Automobil bewegen, sondern auch Prüfungen bestehen. Besitzer von 43 automobile Raritäten waren mit ihren Schätzchen bei einer Oldtimer-Rallye im Solling unterwegs.
Bei der Oldtimer-Rallye der Volksbank Solling galt es für die Fahrer bei der ersten Station Augenmaß zu beweisen. 1,25 Meter vorzufahren, lautete die schlichte Aufgabe, denen sich die Chauffeure von liebevoll gepflegten Edel-Karossen und Kleinwagen gleichermaßen stellen mussten. Und das mit höchst unterschiedlichem Erfolg. Zwar schafften es einige, die gewünschte Strecke nur um einen Zentimeter zu verfehlen. Andere setzen aber gleich weit über zwei Meter vor.
An weiteren acht Stationen mussten unter anderem die Menge an Münzen in einem Behälter geschätzt, möglichst genau 750 Gramm Getreide abgemessen, und das Gewicht des eigenen Fahrzeugs einschließlich Insassen angegeben werden.
An allen Stationen wie in Fredelsloh, Bodenfelde und Volpriehausen lockten die automobilen Raritäten von zwei Goggomobilen aus den 1960-er Jahren bis zum amerikanischen Straßenkreuzer der Marke Ford Mercury aus dem Jahr 1972 Schaulustige an. Vor allem in Uslar, wo der Oldtimer-Tross eine Mittagspause einlegte, wurden die Wagen von Passanten mit leuchtenden Augen begutachtet.
Von den 45 Teilnehmern (darunter zwei Motorradfahrern außer Konkurrenz), die am Morgen in Hardegsen auf die Strecken gegangen waren, setzte sich am Ende Guido Böckelmann (Porsche 911) durch. Auf den zweiten Platz kam Ulrich Koch (Ford Taunus 17M P3) vor Ingo Obser (Opel Kadett C Caravan), Wilfried Grabes (DKW Munga) und Petra Freitag (Mercedes 280S).



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