Northeim. Auch für die nächsten Tage ist Dauerfrost vorhergesagt. Angesichts der auch tagsüber fast zweistelligen Minustemperaturen empfehlen die Northeimer Stadtwerke (SWN) ihren Kunden, zu Hause Vorsorge zu treffen, um Frostschäden zu vermeiden.
„Wasserleitungen und Wasserzähler benötigen ausreichenden Schutz vor Minusgraden. Andernfalls drohen größere Schäden, die nicht nur Ärger mit sich bringen, sondern auch teuer werden können“, sagt Stadtwerke Pressesprecher Lars von Minden. „Knapp 80 Euro kostet beispielsweise ein Zähleraustausch“, ergänzt Rohrnetzmeister Alejandro Kossmann. Diese Kosten müsse der Hauseigentümer selbst tragen.
Fenster schließen
Besonders gefährdet seien Zähler und Leitungen in außen liegenden Schächten oder an denen nur im Sommer Wasser entnommen wird, fährt Kossmann fort. Auch offen stehende Kellerfenster können durch Zugluft den Wasserzähler zum endgültigen Stillstand bringen.
Damit die Leitungen erst gar nicht einfrieren, geben die Northeimer Stadtwerke hier einige Tipps:
• Vor allem Keller- und Außenbereiche kontrollieren.
• Im Winter Kellerfenster schließen, undichte Kellerfenster abdichten.
• Heizung nie ganz ausschalten.
• Keller- und Wohnräume über den Gefrierpunkt von Null Grad Celsius heizen. Das gilt insbesondere bei längerer Abwesenheit (z. B. Urlaub).
• Sollte der Keller nicht beheizbar sein: Freiliegende Leitungen mit Isoliermaterial ummanteln. Schaumstoff-Isoliermaterialien sind in Fachgeschäften erhältlich und lassen sich leicht anbringen.
• Entleeren von nicht benutzten oder freiliegenden Leitungen. Die Wasserhähne der entleerten Leitungen öffnen, um ein Anfrieren der Dichtungen zu verhindern.
• Wasserleitungen in Wochenendhäusern und Wasserboiler auf dem Dachboden nicht vergessen.
Wenn dennoch Leitungen oder Messeinrichtungen einmal einfrieren, sollte die Wasserzufuhr am Haupthahn sofort abgestellt werden, fährt der Rohrnetzmeister fort. Ein Installationsunternehmen sollte das Auftauen und die Reparatur der Hausinstallation übernehmen. Schäden an der Messeinrichtung müssten in jedem Fall den Stadtwerken mitgeteilt werden, da der Zähler ausgewechselt werden müsse.
Bei Fragen stehen die Mitarbeiter der Stadtwerke (05551/6005-0) zur Verfügung. Bei Störungen in der Energie- und Wasserversorgung ist laut SWN rund um die Uhr jemand erreichbar. (goe)



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