2409.04.1009.04.10|Northeim|26 Kommentare
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Northeim/Wetze. 30 Studenten der Initiative „Witzenhäuser Agrar-Studierende, Landwirte und Gärtner für eine gentechnikfreie Landwirtschaft“ haben Freitag ab 4.30 Uhr ein Versuchsfeld der KWS Saat AG bei Wetze besetzt.

© HNA
Schweres Gerät: Mit einem Bohrhammer versuchten Polizeibeamte, die Demonstranten aus den Betonfässern zu befreien. Das stellte sich später als nicht notwendig heraus - die Männer und Frauen hatten sich in den Fässern nur festgehalten.
Auf dem Feld sollte die Aussaat von gentechnisch veränderten Zuckerrüben starten. Die Aktivisten hielten sich auf einer kleinen Parzelle der 50 Hektar großen, für die Aussaat angemeldeten Fläche auf. Die KWS umging die Demonstranten und begann gegen 5.50 Uhr mit der Aussaat auf einem anderen Teilstück. Um das zu verhindern, zogen die Studenten um und blockierten die Maschine. Die KWS hatte inzwischen eine zweite Drillmaschine besorgt und die Aussaat fortgesetzt. Gegen 8.25 Uhr hatte die Polizei alle Aktivisten von der blockierten Maschine geholt.
Der Protest war damit allerdings noch nicht vorbei: Zwar scheiterten die Demonstranten bei dem Versuch, noch mehr Gesinnungsgenossen auf das Feld zu holen, doch zwei Männer und zwei Frauen hatten kurzerhand ihre Hände in mit Beton gefüllten Fässern angekettet. Um diese Blockade zu knacken, rückte zuerst die technische Einsatzgruppe der Landespolizei an. Doch die Versuche, mit einem Bohrhammer den harten Beton zu lösen, scheiterte.
Dann kam die Northeimer Feuerwehr ins Spiel: Per Hebebühne wurden die freiwillig Einbetonierten zur Feuerwehr-Technischen Zentrale in die Kreisstadt gefahren, um die Befreiungsaktion dort mit anderen Geräten fortzuführen. Doch so weit musste es nicht mehr kommen: Auf dem Feuerwehrgelände angekommen, befreiten sich die vier Demonstranten schließlich selbst aus ihrem Beton-Gefängnis. Sie hatten sich zwar darin festgekettet - befreiten sich dann aber mit einem Schlüssel selbst. Die Kosten für den Feuerwehreinsatz wollen die Demonstranten in Kauf nehmen. Die Feldbesetzung war gegen 19 Uhr beendet. (kat/ajo)
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