Northeim. Eine ablehnende Stellungnahme der Stadt Northeim könnte ein Grund dafür sein, das geplante Abfall-Kraftwerk in Northeim nicht zu genehmigen.
Darauf hat der Leiter des Gewerbeaufsichtsamtes Göttingen, Achim Henke, am Mittwochabend bei einer Einwohnerfragestunde zu dem Thema Abfall-Kraftwerk in der Northeimer Stadthalle hingewiesen. „Das ist für uns ein möglicher Versagensgrund“, sagte er. Zwingend sei eine Ablehnung in einem solchen Fall aber nicht.
Gleichzeitig hob er hervor, dass das Genehmigungsverfahren für das Kraftwerk nicht öffentlich sei. Das heißt, eine Bürgerbeteiligung sei nicht vorgesehen.
Bei der zweistündigen Veranstaltung, die vor Beginn einer Sitzung des städtischen Bauausschusses stattfand, wurden die Vorbehalte deutlich, die viele Bürger gegen das Kraftwerk haben, in dem unter anderem Papier, Gummi, Kunststoffe, Papierverbundstoffe sowie Sperrmüll verbrannt werden sollen, um Wärme und Strom zu erzeugen.
Die Vertreter des Investors, der Firma Kedenburg Umweltdienste GmbH (Hildesheim) sahen sich mit vielen Fragen zur Belastung mit Nano-Partikeln, Dioxinen und Furanen konfrontiert. Auch zu Herkunft und Beschaffenheit des Abfalls, der verfeuert werden soll, mussten sie Stellung beziehen. Michael Heinemann, Geschäftsführer von Kedenburg beteuerte mehrfach, dass nur ausgesuchtes Material und keine Giftstoffe in der Anlage verbrannt werden sollen. Auch Gewerbeaufsichtsamt-Chef Henke betonte, die von der Anlage zu erwartende Schadstoffmenge sei irrelevant, also extrem gering. Die rund 300 Besucher in der Stadthalle konnten sie damit nicht überzeugen.
Die am Montagabend gegründete Bürger-Initiative gegen das Kraftwerk sammelte am Rande der Veranstaltung fleißig Unterschriften, um ihre Forderung zu untermauern. (ows)
Mehr in der Freitagausgabe der Northeimer HNA.



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