Hardegsen. Wenn Fred Tan eine Note für den neuen Hardegser Wohnmobilhafen vergeben könnte, wäre das eine „glatte Eins“. Der Wohnmobilist aus Unna, der zusammen mit seiner Frau Renate und seinem Hund Quinn in dieser Woche erstmals auf dem Areal an der Steinbreite Station gemacht hat, ist nicht nur von der Lage, sondern auch von der Gestaltung des Platzes begeistert.
Etwas überrascht sei er zunächst gewesen, als er an der Versorgungsstation der Anlage eine Kaffeetaste entdeckt habe. So etwas habe er noch nie gesehen, und immerhin sei er schon seit 13 Jahren mit dem Wohnmobil unterwegs. „Diese Taste ist eine super Idee“, sagt Tan und erklärt: „Wohnmobilisten benutzen zum Kaffeekochen nicht gern das Wasser aus dem eigenen Tank, sondern zapfen lieber frisch vom Hahn. Wer das hier geplant hat, der kennt sich wirklich aus.“
Da der Hardegser Wohnmobilhafen erst im März dieses Jahres eröffnet wurde, ist er in den aktuellen Fachzeitschriften noch nicht vermerkt, aber Tan ist sicher, dass sich die Qualität schnell unter den Wohnmobilfans herumsprechen wird. „Ich werde zumindest Mundpropaganda machen“, sagt er schmunzelnd und ergänzt: „Meine Frau ist gehbehindert, und sie muss mehrmals im Jahr zur Behandlung ins Göttinger Klinikum. Bislang haben wir dann immer im Raum Münden Station gemacht, demnächst werden wir allerdings wohl regelmäßig in Hardegsen sein.“
Genial findet Tan die Anbindung des Platzes an den Ort. „Man erreicht bequem die Innenstadt, kann dort einkaufen oder essen und hat sogar ein Freibad direkt nebenan. Besser geht’s nicht.“
Auch im Hardegser Rathaus ist man mit der Entwicklung des Wohnmobilhafens zufrieden. Da die Anlage erst im März eröffnet wurde, habe man zunächst darauf verzichtet, in den entsprechenden Fachzeitschriften Annoncen zu schalten, sagt Bürgermeister Dieter Sjuts. Für die nächste Saison werde man das aber auf jeden Fall tun „Trotzdem haben wir auch jetzt im Durchschnitt schon fünf Besucher pro Woche, und wir hatten sogar schon Tage, an denen 14 von 15 Stellplätzen belegt waren.“
Der Hardegser Verwaltungs-Chef freut sich insbesondere darüber, dass der Betrieb auf dem Wohnmobilhafen entgegen ursprünglicher Befürchtungen keinerlei Beeinträchtigungen für der Anlieger zur Folge hatte. (nik)
Von Niko Mönkemeyer



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