10506.02.1006.02.10|Northeim|2 Kommentare
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Northeim. Die Stadt will das Gelände für den Krankenhausneubau am Sultmer für 17 Euro pro Quadratmeter verkaufen. Wie Bürgermeister Harald Kühle im Gespräch mit der HNA mitteilte, will er nach den umfangreichen Verhandlungen mit Helios dem Stadtrat diesen Preis vorschlagen.
Der Gutachterausschuss für Gründstückswerte beim ehemaligen Katasteramt war für das unerschlossene Grundstück zu einem Quadratmeterpreis von 21 Euro gekommen. Den hält Kühle aber angesichts der vom Krankenhausbetreiber Helios zu tragenden Erschließungskosten für nicht realisierbar.
Helios kalkuliert für den Bau von Ver- und Entsorgungsleitungen, Straßenbau und die Anbindung an die Bundesstraße 3 mit Kosten von zwei Millionen Euro, die zusammen mit dem Kaufpreis aus dem Erlös des Krankenhausgeländes an den Sturmbäumen finanziert werden sollen. Bei einem Preis von 21 Euro/Quadratmeter würde die Stadt einen Erlös von 924 000 Euro erzielen. Bei 17 Euro/Quadratmeter bekommt sie 176 000 Euro weniger, nämlich 748 000 Euro. Diesen Verlust hält Kühle angesichts der Stärkung Northeims als Mittelzentrums durch den Krankenhausneubau für tragbar.
Auch biete die Ansiedlung der Klinik am Sultmer auch die Chance, im Bereich zwischen dem geplanten Klinikstandort und der Autobahn weitere Unternehmen anzusiedeln. „Es gibt bereits Interessenten“, sagte Kühle. Dass die Niedersächsische Gemeindeordnung vorschreibt, dass Kommunen Grundstücke nur zum vollen Preis - in diesem Fall also 21 Euro/Quadratmeter - verkaufen dürfen, ist nach Kühles Worten kein Problem. Aus öffentlichem Interesse könne vom vollen Preis abgewichen werden. Das sei in diesem Fall durch die Nutzung des Geländes für einen Klinikbau und die Möglichkeit gegeben, durch die Einnahme städtische Schulden zu reduzieren. Das hat ihm auch Landrat Michael Wickmann schriftlich bestätigt. (ows)
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