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Göttinger Archäologen entdeckten 2011 weitere sechs Posten römischer Legionäre

Göttinger Archäologen entdeckten 2011 weitere sechs Posten römischer Legionäre

Neue Spuren der Römer: Holztürme von Archäologen entdeckt

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Göttingen. Auf der Suche nach Spuren römischer Legionäre sind Göttinger Archäologen in Südniedersachsen erneut fündig geworden.

An sechs hoch gelegenen Orten im Landkreis Göttingen fanden sie im vergangenen Jahr Hinweise, dass dort sehr wahrscheinlich befestigte Türme für Nachrichtenposten der römischer Truppen gestanden haben.

Nach Angaben des Göttinger Kreisarchäologen Klaus Grote könnten diese Anlagen in der Zeit zwischen 0 bis ins dritte Jahrhundert nach Christus dort errichtet worden sein. Es handelte sich um hölzerne Türme, die nur während der Feldzüge mit Posten besetzt waren, um Nachrichten auszutauschen.

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Zwei der neu entdeckten Posten befanden sich bei Dahlenrode, einer bei Groß Lengden und Reyershausen sowie zwei im Wald bei Jühnde. Mit diesen Funden gibt es nach Angaben von Grote Hinweise auf rund ein Dutzend römischer Posten zwischen Einbeck und Eschwege aus verschiedenen Epochen.

Die Forscher entdeckten die Posten bei der gezielten Suche mit Metalldetektoren auf infrage kommenden Stellen entlang des antiken Nord-Süd-Hauptverkehrsweges. So fanden sie dort „auf engstem Raum vor allem eine Fülle von Sandalennägeln“, sagte Klaus Grote. Sie stammen vom Schuhwerk der römischen Legionäre. Zum Teil hätten die Archäologen auch Brandreste gefunden.

Mit diesen Funden sei es möglich, mehr über die Feldzüge der Römer und ihrer Abläufe zu erfahren.

Zum großen Römerlager von Hedemünden oberhalb der Werra mit seinem Außenlager Kring bei Oberode, das Archäologen 2003 entdeckt haben, gehören die neu entdeckten Nachrichtenposten nicht, so Klaus Grote.

Das vom römischen Feldherrn Drusus 11 v. Chr. (in der Regierungszeit Kaisers Augustus) für seine Feldzüge angelegte Lager habe zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bestanden. Es war für hunderte von Soldaten ausgelegt gewesen.

Von Ekkehard Maass

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