Moringen. Der derzeitige Kälteeinbruch ist aus Sicht von Wetterexperte Siegfried Rohde aus Moringen ganz normal. „Die Kälte war längst überfällig, aber eigentlich kommen die tiefen Temperaturen viel zu spät.“
Hintergrund: Die ersten Pflanzen fingen wegen der milden Witterung im Januar bereits mit dem Treiben an. „Diese ersten Triebe erfrieren jetzt.“ Doch die Natur weiß sich in der Regel zu helfen: Die meisten Pflanzen sterben durch die tiefen Temperaturen nicht ab.
Rohde hofft, dass es noch ein wenig kälter wird, damit mehr Schädlinge Opfer des Frostes werden. Die Fichtenlaus stirbt erst ab minus 15 Grad Celsius ab. „Wenn es wärmer ist, überlebt sie“, berichtet Rohde. „Bis vor einer Woche haben sich diese Schädlinge, die großen Schaden an den Fichten anrichten können, sogar noch vermehrt.“
Glücklicherweise hat es im vergangenen Monat genügend geregnet – insgesamt 120,5 Liter Wasser auf den Quadratmeter. Wetterexperte Rohde vom Moringer Kirchberg: „Durch den gleichmäßigen Regen konnten sich die immergrünen Pflanzen wieder mit Wasser vollsaugen. Das ist ganz wichtig, damit sie jetzt überleben können, denn derzeit bekommen diese Pflanzen kein Wasser aus dem Boden.“
Für die Gesundheit ist die derzeitige extrem kalte, aber trockene Witterung gut. „Durch die geringe Luftfeuchtigkeit ist die Kälte nicht so schlimm. Wenn es nasskalt ist und ein scharfer Wind bläst, ist die so genannte gefühlte Temperatur noch viel tiefer. Das merken auch die Pflanzen.“ Die Böden sind eingefroren – etwa zehn bis 15 Zentimeter tief. „Das ist aber nicht tragisch und für diese Jahreszeit ganz normal.
Großwetterlage
Siegfried Rohde rechnet derzeit damit, dass die größte Kälte schon überstanden ist. Das zeige die Großwetterlage. (bsc)



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