Einbeck. In Lebensgefahr schwebten ein 41-jähriger Mann aus Einbeck und zwei weitere Männer, die am Mittwoch bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei verfeindeten Familien durch Messerstiche schwer verletzt worden waren.
Die Polizei ermittelt nun wegen gegenseitiger versuchter Tötung. Zwei weitere Beteiligte, 17 und 32 Jahre alt, erlitten ebenfalls schwere Verletzungen, es bestehe inzwischen aber bei keinem mehr Lebensgefahr.
Alle Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Während der Auseinandersetzung, an der rund 30 Männer beteiligt waren, fiel auch ein Schuss, so die Polizei Northeim am Donnerstag. Verletzt wurde dadurch aber niemand. Ein 19-Jähriger hatte auf einen 32-Jährigen geschossen, diesen aber verfehlt. Der Schütze wurde festgenommen und befindet sich noch im Polizeigewahrsam. Der seit längerem schwelende Streit zwischen den beiden ausländischen Familien verschiedener Nationalitäten sei am Mittwochabend eskaliert, so die Polizei.
Nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung zwischen Angehörigen der verfeindeten Familien, bei der ein 41-jähriger mit seinen beiden 17 und 19 Jahre alten Söhnen gegen 20 Uhr vor dem Haus eines 32-Jährigen an der Kapellenstraße aufgetaucht war, um diesen zur Rede zu stellen, war es zu einer handfesten Schlägerei gekommen. In deren Verlauf hätten sich die Beteiligten plötzlich mit Messern, Schraubenziehern und einer Pistole bewaffnet.
Innerhalb kurzer Zeit waren zahlreiche Familienangehörige an der Schlägerei beteiligt. Polizisten aus Einbeck, Northeim, Osterode und Bad Gandersheim versuchten, den Streit zu schlichten und nahmen mehrere Beteiligte fest. Über Untersuchungshaftbefehle gegen die vier Hauptbeteiligten wird am Donnerstag entschieden, die Ermittlungen dauern an. Die Polizei Northeim bittet unter Telefon 05551/70050 um Zeugenhinweise zum Tathergang. (kat)
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