1021.06.1021.06.10|Northeim|
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Northeim. Der Landkreis Northeim will bei der Warenbeschaffung künftig von seinen Lieferanten den Nachweis verlangen, dass die Güter nicht aus einer Produktion unter menschenrechtsverletztenden Bedingungen oder mit Kinderarbeit stammen.
Der Kreistag stimmte einem Antrag der SPD/FDP-Gruppe einstimmig zu, dass die Lieferanten des Landkreises und seiner Eigenbetriebe eine entsprechende Zertifizierung oder eine Selbstverpflichtungsreklärung einer unabhängigen Organisation wie TransFair vorlegen oder aber eine Selbstverpflichtungserklärung abgeben.
In der Antragsbegründung verwies Simon Hartmann (SPD) darauf, die Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) habe ermittelt, dass weltwweit 218 Millionen Kinder unter 15 Jahren arbeiten, davon 126 Millionen unter ausbeuterischen Bedingungen. Viele Waren, die der Landkreis einkauft, kommen nach seinen Worten von weit her.
Es bedürfe dehalb einer Rechtsgrundlage, um Produkte von der Beschaffung auszuschließen, die unter dem Einsatz ausbeuterischer Kinderarbeit entstanden sind. Ein solcher Beschluss sorge auch für eine Vereinheitlichung der Wettbewerbssituation anbietender Firmen. (ows)
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