Northeim. Die Polizei rechnet beim NPD-Landesparteitag am kommenden Sonntag in Northeim mit etwa 400 gewaltbereiten Anhängern der linken Szene. Das sagte Polizeidirektor Hans-Walter Rusteberg am Montag bei einer Pressekonferenz.
Zudem werden rund 1000 friedliche Demonstranten erwartet. Geplant sind auch ein Bürgerfest des DGB auf dem Marktplatz und eine zweite Veranstaltung der verdi-Jugend.
Wieviele Polizeibeamte am kommenden Wochenende in Northeim im Einsatz sind, wollte Rusteberg nicht genau sagen: „Es sind etliche Hundertschaften.“ Die zum Teil intensiven Aufrufe der linken Szene im Internet und durch Plakatierungen in Göttingen und auch in Northeim, bereiten der Polizei nach seiner Aussage einige Sorgen. Es würden Schlagzeilen benutzt wie „Parteitag wegbomben“ oder Ankündigungen, der NPD-Parteitag solle zu einem Desaster werden. Die Polizei rechne damit, dass die Autonome Szene versuchen werde, den NPD-Parteitag zu verhindern oder zumindest empfindlich zu stören. Darum könnten auch Aktionen der Linken im Vorfeld der Veranstaltung nicht ausgeschlossen werden. „Wir befinden uns in einer Sandwichposition.
Wir müssen den Parteitag schützen und auch das Demonstrationsrecht“, sagte Rusteberg. Darum werde man am Sonntag und auch im Vorfeld Gewalt weder gegen Personen noch gegen Sachen dulden. Es müsse verhindert werden, dass die Stadthalle, die im Prinzip allen Northeimern gehöre, im Anschluss an den NPD-Parteitag mit hohem Aufwand wieder instandgesetzt werden muss. Für die Northeimer wird der kommende Sonntag laut Rusteberg kein „normaler Sonntag“ werden, doch das soziale Leben, unter anderem mit geplanten Konfirmationsfeiern und anderen Veranstaltungen, solle auf jeden Fall weitergehen.
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