Volpriehausen. Den Hügel am Klinkebuil oberhalb von Volpriehausen ziert seit Jahren ein Holzkreuz aus dicken Eichenbalken. Das ist weithin sichtbar. Unmittelbar daneben soll es auf Bestreben von Ortsbürgermeister Gerd Kimpel ein kleines Osterfeuer geben. Das will der Rentner Willi Lips aufbauen, der auch schon das Kreuz errichtet hat.
Die Mitglieder des Ortsrates stimmten dem Vorhaben während der jüngsten öffentlichen Sitzung im Gasthaus Anthon einmütig zu. Kimpel hatte seinen Ortsratskollegen gesagt, dass er sich für das Brauchtumsfeuer einsetzt, weil es immer eines gegeben hat. Außer in den vergangenen zwei Jahren. Da fand sich niemand mehr, der es ausrichten wollte. Jetzt ist es klar: Am Ostersamstag soll das überschaubare Osterfeuer des Bollert-Dorfes am Klinkebuil brennen. Der Landkreis habe seinem Antrag bereits zugestimmt, sagte Kimpel.
Er will jetzt mit Jugendlichen aus dem Dorf Kontakt aufnehmen, die sich um die Bewirtung der Gäste während des Abbrennens des Feuers kümmern könnten. Der Ortsrat ist Veranstalter, Jugendliche aus den Vereinen könnten den Erlös für die Jugendarbeit behalten, kündigt Kimpel an.
Er freut sich, dass es wieder ein Osterfeuer am Ortsrand gibt und hofft, dass nicht nur Kinder Freude daran haben, sagte er vor neun Zuhörern.
Den Mitgliedern des Ortsrates stellte sich Uslars neuer Stadtjugendpfleger Kristian Thiemann (Göttingen) vor. Vormittags hatte er sich zusammen mit Gerd Kimpel den örtlichen Jugendraum an der Pommernstraße angesehen. Thiemann fühlt sich auch für die Jugendlichen in Volpriehausen zuständig und will demnächst ein erster Treffen organisieren, um sich die Vorstellungen und Wünsch der 74 Jungen und Mädchen zwischen 13 und 18 Jahren anzuhören. Der Jugendraum, der derzeit leer steht, biete Platz für eine vielseitige Nutzung, sagte Kristian Thiemann. Schon die Neugestaltung könnte ein erstes Projekt der Jugendlichen aus Volpriehausen sein. (jdx)



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