2012.02.1012.02.10|Uslar/ Solling|1 Kommentar
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Uslar. Die Ferienregion Uslarer Land (FUL) ist gut aufgestellt, hat eine professionelle Struktur und wird auf dem Gebiet der Interkommunalen Zusammenarbeit (mit Holzminden, Neuhaus, Wahlsburg, Oberweser und Bodenfelde) innerhalb des Dachverband Weserbergland als vorbildlich empfohlen.

Heinz-Dieter
Ökonomisch betrachtet erzielt der Tourismus im Uslarer Land mittlerweile Erträge, man nennt es Wertschöpfung, die schon jetzt über dem Landes- und Bundesdurchschnitt liegen.
Das alles bescheinigte der FUL ein Experte auf dem Gebiet: Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack vom Europäischen Tourismus-Institut (ETI) aus Trier. Grundlage sind seine Konzepte für das Weserbergland, für das er einen Masterplan aufgestellt hat, und für den Tourismus im Landkreis Northeim, das er kürzlich vorgestellt hat. Quack rief in Uslar in seinem öffentlichen Vortrag am Donnerstag im Alten Rathaus vor 50 Zuhörerer dazu auf, den Weg der Zusammenarbeit unter dem Oberbegriff Weserbergland fortzusetzen.
Quack forderte, dabei nicht mehr nebeneinander, sondern miteinander an einem Strang zu ziehen: Die Tourismuswirtschaft brauche die FUL. Quack sagte, der Masterplan Tourismus für das Weserbergland und das Tourismuskonzept für den Landkreis Northeim erwarten die Weiterführung der professionellen Struktur der FUL. Vor allem aus Sicht des Landkreises Northeim sollten sich weitere Gemeinden anschließen, die sich mit der FUL zum Dachverband Weserbergland zugehörig fühlen.
Der Masterplan für das Weserbergland sieht laut Quack vor, eine der bekanntesten Regionen in Deutschland zu werden. Ziel ist, dazu im Jahr 2015 die Qualitätsführerschaft zu übernehmen. Denn das sei ein Alleinstellungsmerkmal für das Gebiet: „Niemand kümmert sich so gut um seine Gäste wie hier“, sollte es dann heißen. Zudem müsse das Weserbergland noch mehr seiner Freizeit- und Kulturangebote ins Schaufenster stellen, sagte Quack. Neben der Qualität seien der Weserradweg, der Weserbergland-Wanderweg und die Städte der Schwerpunkte im Tourismus.
Wichtig sei, das Kirchturmdenken auszuräumen. Quack: „Touristen kennen keine Verwaltungsgrenzen.“ Das Angebot für den Tourismus müsse über die bisherigen Grenzen hinaus gebündelt werden. Auf dem Gebiet Wirtschaftsfaktor Tourismus zeigte Quack auch Zahlen: Die Wertschöpfung, also der Ertrag aus dem Tourismus, erreiche in der Ferienregion Uslar Land 40,4 Millionen Euro, im Landkreis Northeim 87,4 Millionen Euro und in der Stadt Uslar 14,4 Millionen Euro. In der kurzen Fragerunde nach dem Vortrag erhielt Oberwesers Bürgermeister Rüdiger Henne den Applaus der Gäste für sein Plädoyer für einen politische Grenzen übergreifenden Tourismus, der zudem immer auch als Wirtschaftsfaktor gesehen werden müsse.
Uslars Bürgermeisterin Martina Daske, kraft Amtes Vorsitzende der FUL, sagte, dass dies erst der Anfang der Diskussion zu dem Thema war. (fsd) Foto: Schneider
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