Jugendliche aus Bodenfelde schaffen  eigenes Tonstudio für Projektarbeit

Jugendliche aus Bodenfelde schaffen  eigenes Tonstudio für Projektarbeit

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Bodenfelde. Die Produktion einer eigenen CD mit der Musik von allen acht Bodenfelder Musikbands ist das Ziel einer Projektarbeit von Gemeindejugendpfleger Stefano Turano. Angeschoben wurde das Projekt als Reaktion auf den Doppelmord an zwei Jugendlichen im November 2010.

© Dumnitz

Stolz auf das eigene Tonstudio: Jost Rossel (von links), Holger Stüber, Stefano Turano, Bastian Becker, Evgenija Koppel, Anna Koppel und Franziska Temp im Technikraum mit der Gerätschaften zur Musikaufnahme.

Initiatoren sind die Jugendlichen aus verschiedenen Musikgruppen und Ortsjugendpfleger Holger Stüber. Seit Januar vergangenen Jahres läuft das Projekt, das Jugendlichen im Ortsgebiet wieder Mut und Kraft geben soll, und sie verbindet.

Jugendliche organisieren etwas für Jugendliche. Das Geld beschaffte Turano: 7500 Euro aus einem europäischen Fördertopf, 5000 Euro aus seinem Budget und 1000 Euro gab es von der Volksbank Solling. In der alten Schule wurde monatelang ein Raum unter dem Dach als Tonstudio aufgebaut.

Die Jugendlichen brachten spezielle Schallschutzmatten an Wänden und Decken an, legten den Fußboden mit dicken Matten aus und wurden von der Gemeinde unterstützt, die gerade die Fenster des Gebäudes erneuern ließ: Im Tonstudio wurden Schallschutzfenster eingebaut, um möglichst niemanden zu stören.

T-Shirts fürs Leitungsteam

© DumnitzSchalldicht isoliert: Evgenija Koppel (von links), Anna Koppel und Franziska Temp spielen zusammen in ihrer Band „Society without“ im neuen Musikraum des Tonstudios. Rechts im Bild ein separater Raum für Gesang.

Auch eine Zwischenwand mit Glasscheibe zum Aufnahmebereich mit den technischen Gerätschaften bauten sie selbst auf. Ihr Musikprojekt nennen die Jugendlichen „ReaBo“ in Anlehnung an die Wörter Reaktion und Bodenfelde.

Turano ließ schwarze T-Shirts für alle Beteiligten bei einem ökologisch orientierten Hersteller aus Dänemark mit einem Friedenstauben-Logo, dem Wort ReaBo, dem Logo der Nachbarschaftshilfe Bodenfelde als zusätzlicher Unterstützer und dem EU-Programm-Logo „Jugend in Aktion“ herstellen, Alle tragen sie mit Stolz.

In den kommenden Monaten sollen alle Bands nach und nach ins Studio kommen und ihre eigenen Songs zum Thema Re-Aktion für die CD-Produktion einspielen. „Das ist ein ordentliches Stück Arbeit“, sagt Evgenija Koppel. Wenn die CD Ende Juni fertig ist, soll es ein Konzert in Bodenfelde zur Präsentation geben. Mit allen beteiligten Bands.

Die Akteure

Zum Leitungsteam des ReaBo-Projektes gehören Evgenija und Anna Koppel, Franziska Temp, Jost Rossel, Tim Götze, Cedric Maaß, Maurice Loewe, Tom Jakob, Julian Reuter, Marlon Fuge und Bastian Becker sowie die Jugendpfleger Stefano Turano und Holger Stüber.

Kontakt: Telefon 05572-1251

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