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Uslar. Wilhelm Holz ist ein Urgestein des Uslarer Gymnasiums. Über Jahrzehnte hat der engagierte Sportlehrer tausenden Schülern Spaß am Sport vermittelt.

Schulfrei nach 38 Jahren: Als Urgestein des Uslarer Gymnasiums wurde Sportlehrer Wilhelm Holz gestern in den Ruhestand verabschiedet. Das Bild zeigt ihn mit Schülern der Klasse 7c . Foto: Dumnitz
Am Freitag war sein letzter Arbeitstag: Der 61-Jährige tritt die Freizeitphase seiner Altersteilzeit an und wurde im Kollegenkreis durch Schulleiter Dr. Hermann Weinreis in den Ruhestand verabschiedet.
Sport hat das Leben des gebürtigen Schoningers bestimmt. Schon als Schüler hat er Handball gespielt und war als Läufer in der Leichtathletik aktiv. Nach dem Besuch der Realschule in Uslar absolvierte er bis 1969 eine Banklehre in Göttingen. Danach war er zwei Jahre lang bei der Bundeswehr, zuletzt als Leutnant in Northeim. Dann entschied er sich für die pädagogische Arbeit mit jungen Menschen. Am ZIS, der damaligen Sportschule in Hannover, wurde er in vier Semestern zum Sportlehrer ausgebildet: Die wurden für den Schuldienst dringend benötigt.
Nach einem vierwöchigen Praktikum am Uslarer Gymnasium fragte ihn Schulleiter Kurt Zimmermann (†), ob er nicht als Lehrer an der Schule, die damals noch im Aufbau war, anfangen wollte. So unterrichtete Holz ab dem 1. August 1973 bis zum Bau der großen Gymnasiumhalle in der Realschulhalle, die er aus seiner Schulzeit noch kannte, danach in der neuen Halle.
Er hatte stets ein gutes Verhältnis zu seinen Schülern. Generationen durften Wilhelm Holz duzen. Das lag mit daran, dass Sport auch seine Freizeit bestimmte. Für die Leichtathletik und den Orientierungslauf (OL) war er im Schulsport auf Talentsuche. Auch für Sportarten wie Handball und Tennis motivierte er Schüler im Unterricht zum Leistungssport und zum Engagement in Arbeitsgemeinschaften an der Schule. 1976 war er Mitbegründer des Orientierungslauf-Leichtathletik Vereins (OLV) Uslar, in dem er viele Jahre lang Motor und Vorsitzender war.
Den Namen des Uslarer Gymnasiums vertrat Wilhelm Holz mit seinen Sportlern bei zahlreichen sportlichen Wettkämpfen. Über Jahrzehnte betreute er die Schulmannschaften im Handball, OL, Tischtennis und der Leichtathletik. Erfolgreich waren die Schützlinge von Holz mit zwei Vize-Titeln beim Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“, fünfmal wurde das Bundesfinale knapp verpasst.
Organisiert hat der wohl bekannteste Sportlehrer im Solling zahlreiche Kreisentscheide in der Leichtathletik, Bezirksvorentscheide im Tennis und Landesentscheide im Tischtennis. Dazu kamen Bezirks-Schul-Orientierungsläufe und die Betreuung vieler Schulmannschaften.
Seit 1995 unterrichtete Holz neben Sport auch Erdkunde am Gymnasium und war mehrmals Klassenlehrer. Der Ruheständler ist Vater von zwei erwachsenen Töchtern und dreifacher Opa. Seine Zukunft sieht Holz sportlich: Mit Tennis und OL. (jdx)
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