Die 31 Jahre alte Sängerin von Cascada, Natalie Horler, sagte nach den ersten Vorwürfen: "Wir können die beiden Lieder gerne mal übereinanderlegen. Es sind zwei unterschiedliche Lieder."
Das Gegenteil könnte aber mit einer jetzt durchgeführten Untersuchung bewiesen sein. Einem Bericht der "BILD am Sonntag" zufolge bestätigte nun ein Sprachlabor den Verdacht, der Titel "Glorious" sei vom Siegersong 2012 abgekupfert. Das Institut für Sprachwissenschaften der Christian-Albrechts-Universität in Kiel untersuchte die beiden Stücke mit Hilfe von Sprachanalyse-Programmen.
"Unser Song für Malmö" - Bilder vom Cascada-Sieg
Das Ergebnis bestätigt den Verdacht vieler Fans des Eurovision Song Contest (ESC). "'Glorious' wirkt wie eine Kopie von 'Euphoria' mit kleinen, raffinierten stilistischen Änderungen", wird die Phonetikerin Dr. Tina John (31) zitiert. "Am Anfang ist der Gesang absolut identisch, der Refrain benutzt die gleiche Akzentuierung, der Schluss gipfelt in einer identischen Kombination. Die Sängerinnen benutzen sogar die gleiche Atemstylistik."
"Die Produzenten von Cascada weisen alle Vorwürfe zurück"
Mittlerweile bestätigte Thomas Schreiber, Unterhaltungschef des NDR und ARD-Koordinator Unterhaltung auf Nachfrage des Kölner "Express", dass der Sender den Cascada-Titel genauer unter die Lupe nehmen lässt: "Der NDR hat bereits am Sonnabend (16. Februar) ein musikwissenschaftliches Gutachten in Auftrag gegeben, über dessen Ergebnisse wir informieren, sobald es uns vorliegt. Die Produzenten von Cascada weisen alle Vorwürfe zurück."
Fakt ist: Kopien dürfen nicht am ESC teilnehmen. Sollte Cascada tatsächlich noch disqualifiziert werden, dürfte wohl die bayerische Band LaBrassBanda nach Malmö fahren.
Florian Weiß


























