Salzgitter. Wissenschaftlich lässt sich bei Mitarbeitern im Atomendlager Asse in der Nähe von Salzgitter keine erhöhte Krebsgefahr nachweisen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt abgeschlossene Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), die am Montag im Internet veröffentlicht wurde.
Das BfS hatte bereits vor einem Jahr die vorhandenen Mess- und Beschäftigungsdaten des früheren Asse-Betreibers Helmholtz Zentrum München (HMGU) von den 692 Mitarbeitern ausgewertet, die von 1967 bis 2008 in dem alten Salzbergwerk beschäftigt waren.
Schon damals wurde festgestellt, dass die Strahlenbelastung zu niedrig war, um nachweisbar Krebs zu verursachen. 33 Betroffene hatten anschließend das Angebot angenommen, zusätzlich ihre persönliche Strahlenbelastung abschätzen zu lassen. Auch bei ihnen wurde keinen Strahlenbelastungen festgestellt, die über den Grenzwerten liegt.
Die Grünen im Landtag sprachen sich am Dienstag gegen eine „vorschnelle Entwarnung“ aus. Der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel forderte, dass die Ergebnisse gemeinsam mit den Untersuchungen zu Verschiebungen im Verhältnis von Mädchen- und Jungen-Geburten und zur Entwicklung von Leukämieerkrankungen öffentlich vorgestellt und erläutert werden.
Bis heute sei nicht mit Sicherheit festzustellen, ob die alte Asse-Betreibergesellschaft alle Personalakten zur Untersuchung bereitgestellt habe, sagte der Grünen-Politiker an. Die Linken im Landtag meinten unter anderem, die bestehenden Grenzwerte seien trügerisch. (dpa)



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