Hannover. Von den 755 niedersächsischen Landtagsabgeordneten der Nachkriegszeit waren zuvor 233 Mitglied der NSDAP, SS oder SA. Das hat eine wissenschaftliche Untersuchung zur Nazi-Vergangenheit späterer Abgeordneter im Auftrag des Landtags ergeben, die am Mittwochnachmittag in Hannover vorgestellt wurde. „Es gab in den Fraktionen sowohl Opfer als auch Täter, die oft aus gewandelter Überzeugung einen Weg in die Demokratie suchten“, sagte Landtagspräsident Hermann Dinkla bei der Präsentation der Studie vor den Medien.
Zugleich hätten viele aber auch ihr Fähnlein geschickt im Winde gedreht. Bundesweit handelt es sich um die erste Untersuchung der NS-Vergangenheit von Parlamentariern, in Hessen gibt es ähnliche Pläne. (lni)



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