Im Fahrplan drohen Einschnitte

Trotz Millionenausbaus sollen Regionalzüge im Raum Braunschweig reduziert werden

Im Fahrplan drohen Einschnitte

003.09.1003.09.10|Niedersachsen|
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Hildesheim/Braunschweig. Für Bahnpendler zwischen Hildesheim und Braunschweig muss es wie eine Provinzposse anmuten: Obwohl die Strecke für rund 140 Millionen Euro ausgebaut wird, erwägt der für die Hälfte der Verbindung zuständige Zweckverband Großraum Braunschweig, einen großen Teil der bisher elf Regionalzüge pro Richtung zu streichen.

Im Gespräch: Die Zahl der Regionalzüge (links) zwischen Hildesheim und Braunschweig könnte sich reduzieren. Foto: dpa

Im Gespräch: Die Zahl der Regionalzüge (links) zwischen Hildesheim und Braunschweig könnte sich reduzieren. Foto: dpa

Die Landesnahverkehrsgesellschaft, die für den Rest der Strecke verantwortlich ist, will indes die Zahl der Züge pro Richtung auf 17 erhöhen, teilte der Fahrgastverband „Pro Bahn“ am Freitag mit. Um den ICE-Zügen zwischen Frankfurt und Berlin ein schnelleres Durchkommen zu ermöglichen, wird die Strecke von Hildesheim Richtung Braunschweig gerade zweigleisig ausgebaut. Auch die Fahrzeit der Regionalbahnen soll dadurch von 45 auf unter 30 Minuten sinken.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft nimmt das zum Anlass, die Züge künftig stündlich und meist bis Wolfsburg fahren lassen zu wollen. Weil der für das Bestellen und Bezahlen der Regionalzüge im Raum Braunschweig verantwortliche Zweckverband knapp bei Kasse sei, poche er auf zusätzliche Zuschüsse, ansonsten müssten Züge wegfallen, erklärte „Pro Bahn“.

Der Fahrgastverband wirft dem Braunschweiger Verband ein schlechtes Wirtschaften mit seinen Geldern vor. Während die Landesnahverkehrsgesellschaft in den vergangenen zehn Jahren etliche Regionalbahnstrecken ausgeschrieben und an private Wettbewerber der Deutschen Bahn vergeben habe, sei es in Braunschweig noch zu keiner Ausschreibung gekommen. (lni)

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