Bad Lauterberg. Ein Finanzberater aus dem Südharz soll Freunde, Nachbarn und Bekannte um mehr als 3,5 Millionen Euro gebracht haben. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat den 62-Jährigen wegen 174 Straftaten angeklagt.
Er muss sich im März wegen gewerbsmäßigen Betruges vor dem Landgericht Göttingen verantworten.
Die Betrugsserie soll bereits im Jahr 2002 begonnen und sich bis in das Jahr 2011 erstreckt haben. Der Angeklagte habe aus einer anderen Tätigkeit noch einen Kundenstamm gehabt, teilte eine Justizsprecherin mit. Die meisten Geschädigten stammten aus dessen näherem Umfeld. Der 62-Jährige habe ihnen angeboten, ihr Geld gewinnbringend anzulegen. Dabei habe er Renditen von bis zu 18 Prozent versprochen. Das eingesetzte Kapital sollte aufgrund angeblicher spezieller Sicherheitsmechanismen auf jeden Fall gesichert sein.
Tatsächlich habe der Angeklagte jedoch einen Großteil des ihm anvertrauten Kapitals verspekuliert. Außerdem habe er die Anlagegelder für seinen eigenen gehobenen Lebensstil verwendet. Die meisten Geschädigten hatten ihm fünfstellige Summen anvertraut. Einzelne Anleger verloren jedoch auch höhere Summen von bis zu 240.000 Euro. (pid)



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