Hannover. Jeder 20. Student wirft Pillen ein, um seine Leistung zu steigern und dem Uni-Stress besser standzuhalten. Weitere fünf Prozent versuchen sich mit Vitaminen, pflanzlichen Substanzen oder Koffein aufzuputschen.
Das geht aus einer repräsentativen Untersuchung des HIS-Instituts für Hochschulforschung im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Besonders verbreitet sei das sogenannte Hirndoping unter Tiermedizinern (18 Prozent) Sportwissenschaftlern (14 Prozent) und Humanmedizinern (7 Prozent), erläuterte die Autorin Elke Middendorff in Hannover.
Ausgewertet wurden die Angaben von knapp 8000 Studierenden.
Die Studenten beziehen die Schmerz-, Beruhigungs- oder Aufputschmittel von Freunden, illegal über Internet-Apotheken oder lassen sie sich vom Arzt verschreiben. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen in Hamm verurteilt Hirndoping als „sinnlos, riskant und teuer“. So führe etwa die Einnahme von Antidepressiva nicht zur gewünschten Wirkung, sondern verschlechtere sogar die Leistungsfähigkeit. (lni)



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