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Fotoausstellung und Veranstaltungsreihe zu Tod und Sterben

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Göttingen. Wie geht es Menschen, die wissen, dass sie bald sterben müssen? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Fotoausstellung, die das Palliativzentrum und die katholische Klinikseelsorge der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) vom 22. Februar bis zum 9. März in der Galerie Alte Feuerwache (Ritterplan 4) präsentieren.

Klinikpfarrerin, Mitorganisatorin Annette Stechmann Foto:s  per

Unter dem Titel „LebensKunstSterben“ zeigt die Ausstellung der Heidelberger Fotografin Gülay Keskin eindringliche Fotos von 16 Menschen unterschiedlichen Alters. Alle Fotos entstanden auf Palliativstationen, im stationären Hospiz oder im ambulanten Hospizbereich und zeigen, wie sterbende Menschen aussehen und was sie bewegt; ihre Fragen an das Leben, ihre Trauer, aber auch ihre Hoffnung auf das, was sie sich für ihr verbleibendes Leben wünschen und wie sie sich das Danach vorstellen. Jeder Person sind dabei zwei Portraits gewidmet. Ein Foto zeigt das „Jetzt“, das andere bildet die Träume und Wünsche des jeweiligen Menschen ab.

„In unseren sozialen und medizinischen Einrichtungen gehört das Sterben zum Alltag. Das wollen wir der Öffentlichkeit nahe bringen“, sagt Professor Friedemann Nauck, Direktor der Abteilung Palliativmedizin der UMG. „Unsere Hoffnung ist es, mit der Ausstellung eine Veränderung im Umgang mit Sterben und Tod schon zu guten Lebzeiten zu bewirken“, fügt Klinikseelsorgerin und Mitorganisatorin Annette Stechmann hinzu.

Die Fotoausstellung „LebensKunstSterben“ bildet das Kernstück einer gleichnamigen Veranstaltungsreihe. Bei mehr als zehn Theateraufführungen, Workshops, Diskussionsrunden und Filmen geht es dabei um Themen wie „Gottes- und Todesvorstellungen von Kindern“, „Palliativmedizin und Betäubungsmittelrecht“ oder „Trau dich trauern – Begleitung verwaister Eltern“ (siehe Hintergrund).

„Es hat mich regelrecht verzaubert, dass uns alle Türen geöffnet wurden, an die wir geklopft haben und dass alle sofort von der Idee begeistert waren“, sagt Annette Stechmann. Ihr sei klar, dass das Thema eine Herausforderung sei „und dass man den Besuch der Ausstellung oder einer der Veranstaltungen nicht wie einen Sommerspaziergang macht“. Genau deshalb hätten die Organisatoren ganz verschiedene Ansätze gewählt, so dass sich die Menschen mit einem oder mehreren Themen auseinandersetzen könnten, „die gerade passen“.

„Ich freue mich sehr auf die Ausstellung und die Veranstaltungsreihe, weil sie einmalig im Bereich der Palliativversorgung ist“, sagt Professor Nauck. Er sei guter Hoffnung, damit Berührungsängste mit dem Thema „Leben und Sterben“ altersübergreifend abbauen zu können.

Von Per Schröter

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