Kurdin nach Abschiebung zurück in Niedersachsen

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    • 03.03.13
    • Niedersachsen
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Nach acht Jahren

Abschiebe-Opfer zurück in Niedersachsen

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Hannover. Acht Jahre nach ihrer umstrittenen Abschiebung in die Türkei ist die Kurdin Gazale Salame mit zwei ihrer Kinder am Sonntagfrüh nach Niedersachsen zurückgekehrt.

© dpa

Gazale Salame (2.v.r) und ihr Mann Ahmed Siala (2.v.l) stehen am 03.03.2013 zusammen mit ihren Kindern Sohn Gazi (links unten), Schams (im Arm des Vaters) Amina und Nura (r) im Flughafen in Hannover (Niedersachsen). Acht Jahre nach ihrer umstrittenen Abschiebung in die Türkei ist die Kurdin Gazale Salame mit zwei ihrer Kinder am Sonntagfrüh nach Niedersachsen zurückgekehrt. Am Flughafen Hannover empfingen sie ihr Mann und ihre beiden Töchter, die sie während der Zeit der erzwungenen Trennung nicht gesehen hatte.

Am Flughafen Hannover empfingen sie ihr Mann und ihre beiden Töchter, die sie während der Zeit der erzwungenen Trennung nicht gesehen hatte. Unter Tränen schlossen sich alle in die Arme. "Es ist alles schön, ich will nur Frieden", sagte Salame. Die Abschiebung der Frau und die Trennung der Familie hatten bundesweit für Empörung gesorgt.

Inhumanen Flüchtlingspolitik

Niedersachsens neuer Innenminister Boris Pistorius (SPD) begrüßte die wiedervereinte Familie, ebenso wie zahlreiche Mitglieder der Familie und von Flüchtlingsorganisationen. Das Schicksal Salames galt lange als Beispiel einer inhumanen Flüchtlingspolitik. Nach zähem Tauziehen hatte der Landtag im Dezember grünes Licht für die Rückkehr gegeben. Die schwangere Kurdin war 2005 mit ihrer einjährigen Tochter von Hildesheim in die Türkei abgeschoben worden, als der Vater die beiden älteren Töchter zur Schule brachte. Die Begründung war, dass ihre Eltern bei der Einreise in Deutschland 17 Jahre zuvor falsche Angaben über ihre Herkunft gemacht hatten. Die Familien der Eheleute waren in den 1980er Jahren vor dem Bürgerkrieg im Libanon geflohen.

Salame lebte zuletzt mit ihrer heute neunjährigen Tochter und dem sieben Jahre alten Sohn in einem Armenviertel im westtürkischen Izmir. Der Sohn hat seinen Vater und die beiden 13 und 15 Jahre alten Schwestern noch nie gesehen. Die Hälfte der Familie hätte wegen ihres unsicheren Aufenthaltsstatus nach einem Besuch in der Türkei möglicherweise nicht wieder nach in Deutschland einreisen können. "Das war eine traurige Zeit", sagte eine der älteren Töchter am Flughafen.

Innenminister Pistorius kündigte einen Vorstoß für ein liberaleres Bleiberecht an. Der Fall Salame sei ein Symbol für eine Flüchtlingspolitik, die es so nicht mehr geben sollte. Bereits lange Zeit in Deutschland lebenden Ausländern müsse es mit weniger Restriktionen als bisher ermöglicht werden, ein Bleiberecht zu erhalten. (dpa)

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