Clausthal. Die geplante Abschiebung eines herzkranken Kindes aus dem Landkreis Goslar ist vorerst gestoppt. Die zuständige Ausländerbehörde habe sich so entschieden, sagte ein Sprecher des Kreises am Mittwoch.
Das sechsjährige Mädchen, seine vier Geschwister und die Eltern sollten ursprünglich am 14. Februar nach Serbien abgeschoben werden.
Die evangelische Kirchengemeinde Zellerfeld und Hilfseinrichtungen hatten gegen die Abschiebung protestiert. In Serbien, wo es derzeit ebenso kalt sei wie im Harz, sei die medizinische Versorgung des Kindes nicht gewährleistet, heißt es in einer gestern veröffentlichten Erklärung. Einen Härtefallantrag der Roma-Familie habe das niedersächsische Innenministerium nicht angenommen.
Es gebe in dem Fall nach Ministeriumsangaben noch Prüfungsbedarf, sagte ein Sprecher des Landkreises. Die Entscheidung, ob die Abschiebung zunächst ausgesetzt werden solle oder nicht, sei dem Kreis überlassen worden. (lni)



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